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DIE TOLLENSE

 

Die Tollense

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Die Tollense ist einer der wichtigsten Zuflüsse zur Peene. Sie entspringt dem Tollensesee bei Neubrandenburg und mündet nach etwa 68 km bei Demmin in die Peene. Die Tollense ist ein recht schmaler Fluss der wegen der einge- bauten Wehrstufen nicht beschiffbar ist. Wassersportler können einige Abschnitte aber dennoch gut mit dem Kanu befahren, wenn sie sich vor Hindernissen nicht scheuen. Durch die 15m Höhenunterschied vom Tollensesee bis zur Mündung in die Peene hat die Tollense an manchen Stellen eine beachtliche Strömung. Das etwa 2km breite Flusstal wird zumeist von hohen, manchmal terrassenförmigen Uferhängen umsäumt. Das Flussbett ist an einigen Stellen kanalisiert an anderen windet sich der Fluss in ursprünglichen Schleifen durch die Landschaft. Die Fluss verlässt den Tolensesee zunächst geteilt als Ölmühlenbach und als Ober- bzw. Unterbach. Nachdem beide Bäche vereint sind passiert die Tollense bei Neubrandenburg ein altes Torfabbaugebiet. Weiter nördlich geht es durch das Naturschutzgebiet Birkbuschwiesen. Kurz hinter dem Ort Neddemin mündet der Kleine Landgraben in die Tollense. Ab hier ist die Tollense wieder in einen Kanal und einen natürlichen Flusslauf geteilt und passiert so die Stadt Altentreptow. Hinter Altentreptow vereinigen sich beide Flussläufe wieder.

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In der Nähe der Burg Klempenow mündet der Große Landgraben in die Tollense. Ab hier fließt die Tollense nun nordöstlich durch ein breiteres Urstromtal Richtung Demmin.
An der gesamten Strecke des Flusses findet man viele Zeugnisse der frühen menschlichen Besiedelung des Tollensetals. Neben den Resten von Burgen wie von der Burg Osten oder der Burg Conerow gibt es weitere alte Burgwälle. Die restaurierte Burg Klempenow ist nicht nur für Kunstinteressierte ein beliebtes Ausflugziel. Wassersportfreunde finden hier auch eine Kanustation. Sehenswert sind auch einige Schlösser und Herrenhäuser im Tollensetal wie Schloß Broock, Schloß Schmarsow oder Schloß Vanselow. Aufsehen erregte der Fund vieler menschlicher Knochen und Pfeilspitzen im Flussbett nördlich von Altentreptow und nahe der einstigen slawischen Burg Conerow. Archäologen vermuten hier ein frühmittelalterliches Schlachtfeld.