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Der Ort Speck - vorgestellt im Peene-Portal

 

Speck im PEENE-PORTAL

schloss_speck.jpg Der kleine Ort Speck liegt mitten im Müritz - Nationalpark, umgeben von Wäldern, Wiesen und Seen. Er ist am einfachsten über Waren (Müritz) zu erreichen, in der Saison auch mit dem Nationalparkbus. Speck ist ein idealer Ausgangspunkt für Fahrradtouren und Wanderungen durch den Nationalpark.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1274 in einer Urkunde über den Verkauf des Landes zwischen Müritz und Specker See von Fürst Niclaus von Werle an die Stadt Röbel. Vom 13. Jahrhundert an bis 1753 war der Ort im Besitz der Familie von Holstein, bevor die Familie von Rohr mit dem Gut belehnt wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte Speck wohl "seine Blütezeit". Im Ort existierten ein Teerofen, eine Glashütte, eine Mühle, eine Dampfsägerei, ein Kalkofen, ein Dorfkrug und eine Schule. Aus dieser Zeit findet man heute nur noch die Schmiede und das Fischerhaus, die touristisch bzw. als Ferienwohnungen genutzt werden. Der kurze wirtschaftliche Aufschwung endete um die Jahrhundertwende. Die Einwohnerzahl Specks sang drastisch. Nach weiteren Eigentümerwechseln und Erbstreitigkeiten wurde 1926 das Land Mecklenburg Besitzer.

speck_schloss1.jpg 1929 kaufte der Verleger Dr. Kurt Hermann das Gut Speck und ließ auf den Grundmauern des alten Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert das Jagdschloss Speck errichten. Eigens für die Jagd wurde auf einem ca. 7.000 ha großen Areal ein Wildgatter mit exotische Wildarten wie Elchen und Mufflons geschaffen.
In der NS-Zeit stieg Dr. Hermann zum preußischen Staatsrat auf und "besorgte" seinem Dienstherrn, dem Reichsmarschall Göring, zahlreiche Kunstschätze. Als Liechtensteiner Staatsbürger entging Dr. Hermann der Strafverfolgung durch die Alliierten. Seine Güter in der sowjetischen Besatzungszone wurden nach 1945 enteignet. Das Specker Schloss diente nach 1945 als sowjetische Kommandantur, Flüchtlinglager und Sitz der Forstverwaltung. Ab 1954, bis zur politischen Wende wurde es als Erholungsheim für Offiziere der NVA genutzt. Zeitgleich entstand in unmittelbarer Nähe auch das persönliche Jagdgebiet des ehemaligen DDR- Verteidigungsministers und Ministerpräsidenten Willi Stoph. Heute liegt das Schloss im Dornröschenschlaf.

speck_kirche.jpg Die kleine Kirche wurde in den Jahren 1876/77 als der dritte Kirchenbau des Ortes errichtet. Bis zum Jahr 1998 erfolgte eine umfassende Restaurierung der Backsteinkirche. Im ehemaligen Schlosspark stehen Skulpturen aus den Zeiten der Familie von Rohr und einige sehr alte Baumriesen. Am Ende des Parks führt ein Holzsteg bis an den Priesterbäker See.