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Der Ort Franzburg - vorgestellt im Peene-Portal

 

Franzburg im PEENE-PORTAL

franzburg_marktplatz.jpg Die Kleinstadt Franzburg liegt etwa 22km südlich von Stralsund an der blinden Trebel. Seit 2006 befindet sich zwischen den beiden Städten Richten- berg und Franzburg der Richtenberger See.
Im Jahr 1231 gestattete der Rügenfürst Wizlaw I. dem Abt Arnold von Camp den Bau des Zisterzienserklosters "Neuen- kamp" an der blinden Trebel. Im Schatten des Klosters entstand bald eine kleine Siedlung. Nach der Reformation und der Auflösung des Klosters errichtete der pommersche Herzog Bogislaw XIII. hier um 1580 ein prächtiges vierflügeliges Schloss. Die alte Klosterkirche wurde zur Schlosskirche umgebaut. Im Jahr 1587 taucht erstmals das Schloss "Frantzenburgh" auf. Es war damals neben Stettin und Wolgast das drittgößtes Residenzschloss Pommerns. Im gleichen Jahr erhält der Ort auch das Stadtrecht. 1591 wird die gesamte Siedlung Franzburg genannt.

franzburg_kirche.jpg Mit der Verlegung der Regierungsge- schäfte nach Stettin vorlor Franzburg am Anfang des 17. Jahrhunderts seine poli- tische Bedeutung. Der vorerst letzte Höhepunkt war die "Franzburger Kapitulation" des pommerschen Herzogs vor den Truppen Wallensteins im Jahr 1627. Was folgte waren Plünderungen und Zerstörungen durch die kaiserlichen Truppen. Schwedische Truppen unter Gustav Adolf eroberten 1631 auch das Gebiet um Franzburg zurück. Die folgende schwedische Herrschaft dauerte fast 200 Jahre. In dieser Zeit lieferte das zerstörte Schloss Baumaterial für den 1660 errichteten Wrangelschen Palais in Stralsund. In der preußischen Ära ab 1815 wurden im Jahr 1876 auch die letzten Überreste des einstigen Residenzschlosses beseitigt. Nur die Schlosskirche blieb übrig und steht noch heute. 1900 bekam der Ort einen Kleinbahnanschluss. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in Franzburg mehrere Betriebe darunter eine Ziegelei, eine Möbelfabrik und eine Molkerei. Heute ist Franzburg eine Kleinstadt deren Bedeutung in der Geschichte kaum zu erahnen ist.