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Der Ort Wolde - vorgestellt im Peene-Portal

 

Wolde im PEENE-PORTAL

wolde_gutshaus.jpg Der Ort Wolde liegt an der Landstraße L273 zwischen den Städten Stavenhagen und Altentreptow.
Die Geschichte des Dorfes ist einmalig kurios. 1292 wird der Ort erstmals schriftlich als Besitz eines Ritters Wolde erwähnt. Ein Ritter Bernd von Moltzahn lässt im 15. Jahrhundert die an der Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern liegende Burg befestigen. Der 1491 zum Erblandmarschall von Pommern ernannte Raubritter wechselte öfter die Fronten und so wurde seine Burg abwechselnd durch die Herzöge Pommerns und Mecklenburgs belagert und zerstört. Der Burghügel im Landschaftspark ist heute noch sichtbar. Auf ihm steht heute die Ruine einer 1859 errichteten Kirche. Als im 17. Jahrhundert die Länder Pommern und Mecklenburg ihre Gebietsansprüche neu regelten, vergaß man Wolde einfach. Die Besitzer des Gutes, die Maltzahns erklärten Wolde 1648 zum Freistaat. Der kleine Freistaat sollte bis zum Jahre 1873 existieren und sah in den 225 Jahren einige Besitzerwechsel. Als die Länder Preußen und Mecklenburg ihre Grenzen per Staatsvertrag neu festlegten, verlief die Ländergrenze nun mitten durch den Ort und diese sollte bis 1945 bestehen bleiben. Auf dieser Ländergrenze soll einst ein Zollhaus gestanden haben. Ein Wanderwegspfahl erinnert heute an diese Grenze. Das 1797 von Bogislav Helmut von Maltzahn errichtete prächtige Herrenhaus wurde nach Kriegsende 1945 abgerissen. Von der ehemaligen Gutshofanlage aus dem 18./19. Jahrhundert stehen noch viele Gebäude und vermitteln einen Eindruck von der Größe der Anlage. Saniert und restauriert, werden viele von ihnen auch weiterhin genutzt.