| KONTAKT | IMPRESSUM |
Logo

Peene-Portal

 

Der Ort Ueckermünde - vorgestellt im Peene-Portal

 

Ueckermünde im PEENE-PORTAL

ueckermuende_hauptstrasse.jpg Die Stadt Ueckermünde liegt am Stettiner Haff an der Mündung der Uecker. Sie ist eines der 18 Mittelzentren des Bundeslandes.
Der Name geht auf den einst in diesem Gebiet siedelnden slawischen Stamm der Ukranen zurück. Die erste urkundliche Erwähnung erfährt "Ucramund" im Jahr 1178. Zu jener Zeit war der Ort vor allem eine Siedlung von Fischern. 1260 erhielt der Ort das lübsche Stadtrecht. 24 Jahre später wird ein Schloss, oder besser eine Burg "Ukermunde", als Sitz pommerscher Herzöge erwähnt. Ebenfalls noch im 13.Jahrhundert erhält der Ort eine Stadtmauer mit 2 Stadttoren. Die Befestigung der Stadt widerstand lange Zeit allen Belagerungen. Brandenburgische Truppen konnten die Stadt nie einehmen. Schäden richteten im Mittelalter vor allem Stadtbrände an. In den Jahren von 1540 bis 1551 ließ der pommersche Herzog Philip I. eine repräsentative Schlossanlage mit Marstall, Kapelle und Wirtschaftsgebäuden errichten. In den folgenden Jahrhunderten musste Ueckermünde einige Belagerungen, Eroberungen und Zerstörungen über sich ergehen lassen. Drastisch wirkt sich der 30jährige Krieg aus. Von 1600 Bewohnern überlebten nur 15 den Krieg.

ueckermuende_hafen.jpg Im Jahr 1648 wird die Stadt schwedisches Herrschaftsgebiet. Zwischen 1720 und dem Ende des 18.Jahrhunderts wird der Ort mal preußisch mal wieder schwe- disch regiert. Mit dem 19. Jahrhundert beginnt eine Ära der wirtschaftlichen Blüte. Es entstehen Gießereien die das heimische Raseneisenerz verarbeiten. In nur kurzer Zeit entstanden etwa 50 Ziegeleien. Der Hafen Ueckermündes gewann zunehmend als Umschlagplatz an Bedeutung und wurde Heimat einer kleinen Handelsflotte. Mit dem Schiffsbau entwickelte sich ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig. Das noch heute bestehende Bild der Altstadt entsteht ebenfalls Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Stadt wurde auch als Urlaub- und Badeort entdeckt.

ueckermuende_uecker.jpg Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde das schon seit Ende des 19.Jahrhunderts existierende Christopherus - Kranken- haus ein grausiges Zentrum der berüchtigten Aktion "T4" - der systematischen Vernichtung von psy- chisch kranken oder behinderten Menschen. Das Ende des 2. Weltkrieges erlebte die Stadt relativ unbeschadet und das obwohl sich während des Krieges hier gleich 2 Sprengstofffabriken befanden. Seit 1950 besitzt Ueckermünde einen Tierpark. Heute kann man hier etwa 400 Tiere sehen. Die Gießerei entwickelte sich bis 1989 neben dem Ziegelwerk zum größten Arbeitgeber in der Stadt. Nach der politischen Wende schließt 1997 auch das letzte Ziegelwerk. Mit den 1990ziger Jahren setzt die Stadt zunehmend mehr auf den Tourismus. Dafür wurde nicht zuletzt auch der alte Hafen sowie ein Yachthafen ausgebaut. Ebenso entstanden viele Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels. Seit 2013 ist Ueckermünde ganz offiziell "Seebad".