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Peene-Portal

 

Der Ort Tutow - vorgestellt im Peene-Portal

 

Tutow im PEENE-PORTAL

flugplatz_tutow.jpg Die kleine Stadt Tutow liegt etwa 15 km östlich von Demmin an der B110. Der "Kuckucksgraben" windet sich auf seinem Weg zur Peene am Ort vorbei. In der Gegend um Tutow zeugen Großstein- gräber und slawische Burgwälle wie die "Alte Stadt" oder die "Alte Schanze" von einer frühen Besiedelung der Region. Im 13. Jahrhundert entsteht in der Nähe der slawischen Siedlungen der Ort Tutow, heute Tutow Dorf. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1256. Die jetzige Stadt Tutow entstand erst mit dem Bau eines Flugplatzes um 1930/1933. An der Stelle des Flugplatzes befand sich seit 1254 das ehemalige Vorwerk von Kruckow namens "Wittenwerder". Der Flugplatz bekam 1938 die offizielle Bezeichnung Tutow/Flugplatz. Genutzt wurde der Flugplatz vorwiegend militärisch. So war hier im Zweiten Weltkrieg eine Jagdfliegerstaffel und eine der größten Kampfliegerschulen des Deutschen Reiches stationiert. Das Jagdflugzeug Focke-Wulf FW 190 wurde hier in einer Zweigstelle der Arado-Werke endmontiert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges übernahm die Rote Armee den Flugplatz und ließ die ehemaligen Flugplatzgebäude abrechen. Der Flugplatz selbst wurde aber weiter genutzt, bis 1985 gemeinsam mit der NVA. Ab 1985 nutzte die Sowjetarmee das Areal alleine und für ein umgesiedeltes Schlachtfliegerregiment wurden viele neue Plattenbauten errichtet. Auch der Flugplatz erhielt weitere Funktions- gebäude.

museum_tutow.jpg Mit dem Abzug der sowjetischen Garnision 1994 wurden die Platten- bauten von der Treuhand an die Gemeinde verkauft und als Wohnungen genutzt. Nach kurzzeitigem Anstieg der Einwohnerzahlen nimmt die Bevölke- rung Tutows mit dem Wegfall vieler Arbeitsplätze drastisch ab und viele der Plattenbauten werden in der Folge zurückgebaut. Eine 1946 gegründete Konservenfabrik machte mit dem eigentlich aus Loitz stammenden und später hier produzierten "Tutower Senf" den Ort überregional zum Begriff. Wirtschaftlich konnte die Konservenfabrik nach der Wende auch nach einigen Besitzerwechseln nicht überleben und so befindet sich auf dem Gelände seit 2010 ein "DDR-Museum". Die hier gesammelten Gegenstände zeigen den DDR-Alltag jenseits aller ideologischen Er- und Verklärungen.