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Der Ort Schloss Grubenhagen - vorgestellt im Peene-Portal

 

Schloss Grubenhagen im PEENE-PORTAL

burg_grubenhagen.jpg Der Ort Schloss Grubenhagen liegt etwa 30km nordwestlich von Waren und 6km westlich der B108. Durch den Ort fließt der Mühlenbach, der kurz vor dem Malchiner See in die Westpeene mündet.
Hügelgräber in der Nähe belegen die frühe Besiedlung dieses Landstrichs schon seit der Bronzezeit. Grubenhagen wie der Ort einst genannt wurde, ist jedoch eine durch Rodung entstandene deutsche Siedlung. Namensgeber war der Ritter von Grube, ein Vasall des Fürsten von Werle. Aus dieser Zeit, dem Jahr 1243, stammt auch die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.
skizze_burg.jpg Nachdem die Familie von Grube schon früh ausgestorben war, nahm noch vor dem Jahr 1364 die Familie von Moltzan (Maltzahn) das Dorf in Besitz. Sie bauten die alte Burg der Grubes am Mühlenbach zu einer der mächtigsten Burganlagen jener Zeit aus. Ab 1546 spielte der Ort für die Entwicklung der Region eine bedeutende Rolle. So konnten sich durch eine Verfügung der Maltzahns hier auch Handwerker und Gewerbetreibende niederlassen, wie es sonst entsprechend dem damaligen Zunftgesetz nur in Städten erlaubt war. Im Ort gab es bis in das 20. Jahrhundert hinein eine Wind- und eine Wassermühle.
Die Zerstörungen im 30jährigen Krieg, besonders in den Jahren 1716/17, führten schließlich um 1750 zur Aufgabe der Burg als Wohnsitz. gutshaus_grubenhagen.jpg Erst nach der Neuaufteilung des Maltzahnschen Besitzes entstand im Jahr 1840 nur wenige Meter von der alten Burg entfernt ein neues Gutshaus. Fast über 6 Jahrhunderte, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, blieb die Familie Maltzahn Besitzer des Gutes. Nach dem Krieg diente das Gutshaus Flüchtlingen als Wohnraum. Heute nutzt das im Jahr 1998 sanierte einstige Herrenhaus ein privater Besitzer als Wohnung. Von der alten Burg sind bis heute die Umfassungsmauern der Vorburg sowie Teile des Bergfriedes erhalten. Seine imposanten, über 3 Meter dicken Mauerreste zeugen noch immer von der Wehrhaftigkeit der einstigen Anlage. Die in Teilen erhaltenen alten Wassergräben, die die Burg einst umgaben, und auch die alten Kastanienalleen im Park lassen den Umfang der früheren Burganlage erahnen.
Am Rande des Parks, vor der ehemaligen Burganlage, befindet sich ein Steingarten mit 50 Zeitzeugen der letzten Eiszeit.