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Der Ort Großen Luckow - vorgestellt im Peene-Portal

 

Großen Luckow im PEENE-PORTAL

grossenluckow_schlossruine.jpg Der kleine Ort Großen Luckow liegt ca. 16km südlich von Teterow und 2km westlich von der B108 entfernt an der Landstraße nach Malchow. Durch den Ort fließt der Mühlenbach, der kurz vor dem Malchiner See in die Westpeene mündet.
Ein Dorf Luckow tauchte schon im Jahr 1317 auf. Wie der Name verrät, dürfte es sich dabei um eine ursprünglich slawische Siedlung handeln. Der Ortsname Großen Luckow wird erstmals 1417 als Siedlung deutscher Bauern erwähnt. Daneben gab es die slawische Siedlung Klein Luckow. Zu jener Zeit befand sich der Ort im Besitz der Familie von Maltzan auf Grubenhagen. Im Laufe der Jahrhunderte, besonders im 17. und 18. Jahrhundert, wurde das Gut immer wieder mal verpfändet, wieder eingelöst oder verkauft. Dennoch stammten alle Besitzer bis zur Enteignung 1945 aus den Linien der Familie Maltzan. Adolph August von Maltzan ließ 1842 an der Stelle eines Vorgängerbaus vom Weimarer Architekten Gustav Thormann ein Gutshaus im Stil der Tudorgotik errichten. Später kam ein kleiner Landschaftspark hinzu.
grossenlukow_stellmacherei.jpg Nach 1945 wurde der Gutshof vom VEG Großen Luckow und der ansässigen LPG genutzt. Die während dieser Zeit errichteten Baracken und andere Gebäude veränderten das Dorfbild um das einstige Gutshaus nachhaltig. Nach der Abwicklung des volkseigenen Gutes stand auch das ehemalige Herrenhaus ab 1995 leer. Versuche, das Gebäude zu sanieren und so vor dem Verfall zu retten, fanden am 20.02.2005 ein jähes Ende. Das Gutshaus brannte unter nie ganz aufgeklärten Gründen bis auf die Grundmauern ab. Seither bemüht sich der gemeinnützige Verein "Historische Landgüter 2010 e.V." das seinen Denkmalstatus beraubte Herrenhaus wieder aufzubauen. Bisher leider ohne sichtbaren Erfolg.
grossenlukow_rundscheune.jpg Von den einstigen Wirtschaftsge- bäuden des Gutshofes werden nur noch wenige genutzt. Sehenswert ist die 1915 errichtete denkmalgeschützte ehemalige Stellmacherei. Die Uhr am alten Fachwerkgebäude läutet noch heute zu jeder vollen Stunde. Eine weitere Besonderheit im Ort ist die 1815 errichtete Rundscheune in der früher Raps und vielleicht auch anderes Getreide gedroschen wurde.