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Der Ort Ziddorf - vorgestellt im Peene-Portal

 

Ziddorf im PEENE-PORTAL

ziddorf_wassermuehle.jpg Der kleine Ort Ziddorf liegt ca. 22km nordwestlich von Waren (Müritz) direkt an der B108. Durch Ziddorf fließt der Mühlenbach der kurz vor dem 2km vom Ort entfernten Malchiner See in die Westpeene mündet.
Erstmals wird der Ort 1422 urkundlich erwähnt. Zu jener Zeit gehört Ziddorf zum Besitz von Ulrich Moltzan auf Schorssow. Eine Mühle wird erstmals im Jahr 1463 genannt. Im Jahr 1520 existieren schon 2 Mühlen. Den 30jährigen Krieg bekommt auch Ziddorf zu spüren. Gab es 1623 noch noch 23 Personen waren es 1648 nur noch 3. Die Kapelle ist nur noch eine Ruine und die verödeten Bauernhöfe kamen in der Folgezeit zu Schorssow. Um 1700 gibt es in Ziddorf wieder 4 Bauernhöfe und eine Wassermühle. Als Carl G.L. von Moltke 1784 das Gut erbt, erlebt das kleine Ziddorf einen kleinen wirtschaftlichen Aufschwung. Neben der Zucht von Pferden und Merino Schafen baute er Raps an. Für die Weiter- verarbeitung ließ unweit der alten Wassermühle eine Ölquetschmühle errichten. Mit dem Konkurs des letzten Eigentümers aus der Familie von Moltke im Jahr 1817 kam das Gut an Georg Wilhelm Pogge der die 3 noch vorhandenen Bauern aus dem Ort verlegte. So entstand das heutige Neu-Ziddorf. 1831 erwarb Heinrich Graf von Bassewitz auf Burg Schlitz das Gut. Sein Neffe ließ 1866 die alten 2 Mühlen abreißen und errichtete an deren Stelle die heute noch existierende neugotische Wassermühle mit Müllerwohnung, Bäckerei und Gaststätte. Drei Jahre später kamen noch das ebenfalls noch existierende Gutshaus dazu. Durch Zwangsversteigerung wird der Bankier Dr. Emil Stauß Besitzer der Güter Ziddorf, Burg Schlitz und Hohen Demzin. ziddorf.jpg
Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges wird Dr. Satuß enteignet und im Dorf Ziddorf entstehen 46 Bauernstellen aus denen sich später die LPG heraus- bildete. Bis 1958 wurde in der Mühle noch die Bäckerei betrieben. Heute kümmert sich nach umfangreichen Erhaltungsmaßnahmen ein Verein um die historische Wassermühle und der weitgehend im Orginal erhaltenen Mühlentechnik. Neben einem kleinen Mühlenmuseum befindet sich auch eine Gasstätte sowie ein kleiner Laden in dem Gebäude.