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Der Ort Wendischhagen - vorgestellt im Peene-Portal

 

Wendischhagen im PEENE-PORTAL

wargentiner_see.jpg Der Ort Wendischhagen liegt etwa 9 km westlich von Malchin am nord- westlichen Ufer des Malchiner Sees. Ganz in der Nähe befindet sich der Dahmer Kanal der den Malchiner See mit dem Kummerower See verbindet.
Schon in der Zeit der slawischen Zirzipanen war das Gebiet um den Malchiner See besiedelt. Mit der deutschen Ostkolonisation wurde direkt am südlichen Ufer der Peene vermutlich auf den Resten einer slawischen Wallanlage die Kniepenburg errichtet. Im Umfeld dieser Burg entstand als eine der frühsten deutschen Siedlungen dieser Gegend der Ort Wargentin der für die deutsche Besiedlung der Region eine herausragende Stellung einnahm. So hieß der Malchiner See bis in das 16. Jahrhundert hinein Wargentiner See. Dabei spielte das Kloster Arendsee, durch eine Schenkung des Pommernherzog Kasimir II seit 1215 im Besitz des Ortes, eine bedeutende Rolle.
wendischhagen_dorf.jpg Neben der deutschen Siedlung Deutsch-Wargentin entstand am gegenüberliegenden Ufer der Peene die Siedlung Wendisch-Wargentin, wohin wahrscheinlich die slawischen Einwohner angesiedelt wurden. Nördlich von Wendisch-Wargentin entstand durch Rodungen sächsischer Siedler der Ort Wendisch-Hagen. Lange Zeit existierten diese Orte Nebeneinander. Im Jahr 1532 kaufte die in Basedow ansässige Familie Hahn 1532 das Klosterdorf Wargentin. Schon um 1380 hatten die Hahns neben den Besitz von Basedow auch Besitz an Wendisch-Wargentin und Wendisch-Hagen. Mit großem Verlust an Bevölkerung überlebten Wargentin und Wendischagen die Wirren des 30jährigen Krieges. 1703 lebten immerhin wieder 75 Menschen in Wargentin und 87 in Wendischhagen.
wendischhagen_scheune.jpg Das Dorf Wargentin ging in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert unter. Nur noch die Wargentiner Straße in Malchin und Spuren der Kniepenburg und der Siedlung auf der Basedower Feldmark erinnern an den einst so bedeutsamen Ort.
Nur der Ort Wendischagen hat, wenn auch nicht mehr mit der Größe seiner Blütezeit, überlebt. Heute leben in dem durch einzelne Hofstellen langestreckten Ort nur wenige Einwohner. Neben einer Fischerei gibt es auch einige Ferienwohnungen. In einem über 200 Jahre alten niederdeutschen Hallenhaus hat der Bildhauer Günter Kaden sein Atelier.
Südlich vom Ort direkt am Nordufer des Malchiner Sees befindet sich das etwa 60 ha große Naturschutzgebiet Kalkzwischenmoor. Hier begründet der ehemalige Seegrund eine Vielzahl an geschützten und vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten. Ebenso ist das Naturschutzgebiet Brutgebiet vieler Vogelarten. Vom nördlich gelegenen Dranberg hat man einen herrlichen Panoramablick auf das Malchiner Becken und den Malchiner See.