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Der Ort Ludorf - vorgestellt im Peene-Portal

 

Ludorf im PEENE-PORTAL

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Der Ort Ludorf liegt etwa 4 km östlich von Röbel am südwestlichen Ufer der Müritz. Wenige Kilometer nördlich von Ludorf ragt die Halbinsel Steinhorn in die Müritz.
Frühe Siedlungsspuren gibt es in der Umgebung von Ludorf am südwestlichen Müritzufer reichlich. Im Zuge der deutschen Eroberung der slawischen Gebiete ließen sich auch die Ritter derer von Morin in dieser Gegend nieder. Die Reste ihrer einstigen Wehrburg auf einem Turmhügel unweit des heutigen Dorfes sind noch Heute sichtbar. Auf diese Familie geht auch die für Mecklenburg einzigartige Kirche von Ludorf zurück. Mit ihrem achteckigen Grundriss ist sie der Kirche vom Heiligen Grab in Jerusalem nachempfunden. Die Kirchweihe im Jahr 1346 ist der erste urkundliche Beleg von Ludorf. Die Kirche dürfte allerdings schon im 12. Jahrhundert errichtet worden sein. Die Burg und Siedlung Morin wurde im 30jährigen Krieg zerstört und aufgegeben. Die Familie Morin starb 1659 mit seinem letzten Vertreter Levin Ludwig aus. So kamen die Ludorfer Besitzanteile der Morins an Jakob Ernst von Knuth, der mit einer Tochter der Marins verheiratet war. Seine Söhne wuchsen als Pagen am dänischen Hof auf. Der Älteste, Adam Levin schaffte es bis zum Oberkammerjunker und trat 1689 sein Erbe in Ludorf an. Er ließ 1698 auch das heute noch existierende Herrenhaus im Stil der dänischen Renaissance errichten. Unter der Familie Von Knuth entwickelte sich Ludorf zu einem der größten Gutsdörfer in Mecklenburg. Zum Ende des 18. Jahrhunderts umfasste das Gut mehr als 4000 ha. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der barocke Garten zu einem Landschaftspark umgestaltet. 1832 starb die männliche Linie mit Joseph Ernst von Knuth aus. Seine Tochter und deren Tochter hielten als von Schulze bzw. Schulze - Bülow bis 1945 den Besitz an Ludorf.

ludorf_kirche.jpg Nach dem Ende des II. Weltkrieges diente das Herrenhaus wie auch andere Gebäude der einstigen Gutsanlage den vielen Flüchtlingen als Wohnraum. Seit 1998 ist das Gutshaus wieder in Privatbesitz und beherbergt nach einer umfangreichen Sanierung ein Hotel. Vieles vom alten Gutsensemble wurde in den letzten Jahren restauriert und vermittelt gemeinsam mit dem Gutshaus etwas vom Glanz vergangener Tage. Am Ende der vom Park zur Müritz führenden Kastanienallee befand sich einst das herrschaftliche Badehaus. Heute findet man hier einen Campingplatz mit Badestrand sowie einen Schiffsanleger.