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Der Ort Sellin (Rügen) - vorgestellt im Peene-Portal

 

Sellin (Rügen) im PEENE-PORTAL

sellin_seebruecke.jpg Das Ostseebad Sellin liegt etwa 20 km östlich von Bergen an der B196.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1295. Lange Zeit war der Ort im Besitz der Herren zu Putbus. Die Entwicklung zu einem der bedeutendsten Badeorte der Insel Rügen begann im Jahr 1880. Auf Initiative des Selliner Gemeindevorstehers, dem Kauf- mann Hermann Holtz entstand 1898 im Gebäude der heutigen Kurverwaltung ein Warmbad. Mit dem Bau der Logierhäuser in der typischen Bäderarchitektur wuchs Sellin wie auch Binz und Göhren schnell zu einem mondänen Seebad. Seit der Einrichtung der Schmalspurstrecke "Rasender Roland" von Putbus nach Sellin im Jahr 1895 wurde diese Entwicklung noch beschleunigt.

sellin_promenade.jpg Im Jahr 1906 erhielt Sellin eine 508 Meter lange Seebrücke mit einer Plattform samt Restaurant. Packeis und Brände beschädigten diese Seebrücke in den folgenden Jahren soweit, dass 1925 an gleicher Stelle eine neue Seebrücke gebaut wurde. Diese war etwa 500 Meter lang und besaß eine Plattform mit Konzerthalle. Auch diese Brücke wurde im Winter 1941/42 schwer zerstört. Das erhalten gebliebene Brückenhaus wurde bis in die 1970ziger Jahre als Tanzlokal genutzt und musste schließlich 1978 wegen Baufälligkeit abgebaut werden. Die heutige Seebrücke entstand von 1992 bis 1997 nach den historischen Vorbildern der Vorgängerbauten. Mit 394 Metern ist sie heute die längste Seebrücke Rügens. Als eine Besonderheit besitzt sie eine Tauchgondel am Brückenkopf. Während der DDR - Zeit wurde Sellin weiter zu einem Ferienort ausgebaut. Auch das ZK der SED hatte ab 1978 hier ein Erholungsheim. Heute ist es als "Cliff-Hotel" für alle buchbar. Nach 19990 entstanden in Sellin neue Ferienappartements. Viele der prächtigen Villen aus der Ursprungszeit erstrahlen im alten Glanz. In Sellin befindet sich seit 1999 das einzige Bernsteinmuseum Rügens.