| KONTAKT | IMPRESSUM |
Logo

Peene-Portal

 

Der Ort Binz (Rügen) - vorgestellt im Peene-Portal

 

Binz (Rügen) im PEENE-PORTAL

binz_strand.jpg Das Seebad Binz auf Rügen liegt etwa 17 km östlich von Bergen direkt an der Ostseeküste. Das Ostseebad Binz ist das größte Seebad Rügens.
Die erste urkundliche Erwähnung von "Byntze" stammt aus dem Jahr 1318. Über die Jahrhunderte gehörte das kleine Dorf der Fischer und Bauern den Herren zu Putbus. Ab dem Jahr 1830 gibt es die ersten Anfänge eines Bädertourismus der sich im Laufe der Zeit zum bestimmenden Wirtschaftsfaktor für den Ort entwickelt. Das erste Hotel wurde 1876 errichtet. Ein Strandhotel kam 1880 hinzu.

binz_villaundine.jpg Im Jahr 1885 wird Binz ein offizieller Badeort. Das löste im Ort einen mächtigen Bauboom aus. Zahlreiche Logierhäuser mit der typischen Bäderarchitektur jener Zeit entstanden. Oft wurden die Villen nach dem Namen ihre Erbauer oder deren Ehefrauen benannt. Im Jahr 1895 wurde die Kleinbahnstrecke Putbus - Binz eröffnet. Später wurde diese Strecke bis Göhren erweitert. Hier verkehrt noch heute der "Rasende Roland". Ab dem Jahr 1896 wurde eine Schiffsverbindung nach Stettin und Sassnitz eingerichtet. Die erste Seebrücke entstand 1902. Diese wurde bei einer Sturmflut 1905 zerstört. Den Nachfolger ereilte 1942 das gleiche Schicksal. Die jetzige Seebrücke stammt aus dem Jahr 1994. Eine weitere Bahnlinie von Lietzow nach Binz entstand 1939. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden die Besitzer der privaten Hotels und Pensionen in der "Aktion Rose" enteignet. Viele wurden nun vom FDGB als Ferienheime genutzt. Ab 1972 entstanden neben neuen Ferienheimen auch die neuen Wohngebiete. Heute sind viele der alten Villen und ehemaligen FDGB - Ferienheime in Privatbesitz und präsentieren sich nach den Sanierungen im alten Glanz.

binz_prora.jpg Etwa 5 km nördlich von Binz entstand ab 1937 die "Kraft durch Freude" (KdF) - Anlage Prora. Der unter Denkmalschutz stehende "Koloss von Prora" ist das längste Gebäude der Welt. Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges wurden die Bauarbeiten eingestellt, so dass der Komplex nicht im geplanten fertiggestellt wurde. Die bis dahin fertigen Gebäudeteile wurden während des Krieges als Ausbildungsstätte, Kaserne und Lazarett genutzt. Bei Kriegsende 1945 wurden Teile des Komplexes von der Sowjetarmee gesprengt. Während der DDR - Zeit wurde Prora von der NVA nach einigen Umbauten als Kaserne genutzt. Später wurde hier auch eine Offiziershochschule betrieben. Die Bundeswehr als Rechtsnachfolger der NVA verließ 1992 das Gelände. Seitdem gibt es immer wieder neue Nutzungskonzepte für den Komplex. Während einige Bereiche genutzt werden, sind andere dem Verfall preisgegeben.