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Der Ort Putgarten (Rügen) - vorgestellt im Peene-Portal

 

Putgarten (Rügen) im PEENE-PORTAL

putgarten_jaromarsburg.jpg Der Ort Putgarten liegt am Kap Arkona auf der Insel Rügen. Die Gemeinde ist die nördlichste Gemeinde Mecklenburg - Vorpommerns.
Der Ort geht auf eine slawische Siedlung aus dem 6. bis zum 12. Jahrhundert zurück. Etwa 1500 Meter östlich vom Ort, direkt an der Steilküste, befand sich die legendäre Jaromarsburg. Die Jaromars- burg war eine Tempelburg der slawi- schen Ranen, die hier ihren Gott Svantovit huldigten. Mit der Christianisierung Rügens durch die Dänen wurde die Tempelanlage im Jahr 1168 erobert und zerstört. Die neuen Herrscher bauten ihre Kultbauten in Form von Kirchen an den einstigen Kultstätten der Slawen. An der Kirche in Altenkirchen ist ein Priesterstein der Slawen kurz über dem Fundament verbaut worden. Die Reste der Jaromarburg, benannt nach dem letzten Slawenfürsten Jaromar, sind noch heute am Kap Arkona sichtbar. Etwa ⅔ der einstigen Fläche der Burg wurden im Laufe der Jahrhunderte durch Küstenabbrüche von der Ostsee geschluckt.

putgarten_leuchturm.jpg Das kleine Fischerdorf Putgarten ent- wickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Gutsdorf. Mit der Entwicklung des Tourismus auf Rügen wurde der Ort zum idealen Ausgangspunkt für die Besucher der Sehenswürdigkeiten am Kap Arkona. Etwa 1500 Meter nördlich wurde 1826 ein Leuchtturm errichtet. Der nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaute "Schinkelturm" ist nach dem Leuchtturm in Travemünde der zweitälteste Leuchtturm Deutschlands. Im Jahr 1901/02 wurde neben dem "Schinkelturm" ein höherer Leuchtturm erbaut. Er überragt den kleineren älteren Leuchtturm um ca. 16 Meter. Ein weiterer Turm, der Marinepeilturm wurde 1927 errichtet und diente als Seefunkfeuer. Alle drei Türme sind heute öffentlich zugänglich und bieten einen herrlichen Ausblick auf die Halbinsel Wittow und bei günstigem Wetter sogar bis zur dänischen Insel Møn.

putgarten_anleger.jpg Am Strand stehen die Reste eines 1833 errichteten und 1953 durch eine Sturmflut zerstörten Schiffsanlegers. Von hier aus wurde 1865 das erste Telegrafenkabel nach Schweden verlegt. Weitere Sehenswürdigkeiten am Kap sind zwei Bunker. Der eine wurde von der Wehrmacht errichtet und später von den Grenztruppen der DDR genutzt. Heute befindet sich hier eine Kunstgalerie. Der zweite wurde ab 1970 gebaut und diente der NVA als Marine - Gefechtsstand. Hier kann man heute in einer Ausstellung die Geschichte der Marineflotte der DDR erfahren.