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Der Ort Glowe (Rügen) - vorgestellt im Peene-Portal

 

Glowe (Rügen) im PEENE-PORTAL

glowe_vonoben.jpg Der Ort Glowe liegt direkt an der Ostseeküste der Insel Rügen, etwa 25 km nördlich von Bergen. Westlich von Glowe beginnt die Landenge "Schaabe" zwischen der Ostsee und dem Großen Jasmunder Bodden.
Der ursprünglich slawische Ort wurde im Jahr 1314 erstmals urkundlich erwähnt. Das kleine Fischerdorf an der Ostsee war während der Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts Schauplatz einiger Auseinandersetzungen. Die Schweden, seit 1648 Herrscher auf Rügen, hatten in dem hügeligen Gebiet zwischen dem Spyker See und Glowe ein Riegelfeldwerk angelegt. Die einstigen schwedischen Verteidigungslinien haben die Landschaft um Glowe mit modelliert. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Glowe auch vom Bädertourismus entdeckt und das Dorf dehnte sich in Richtung der "Schaabe" aus. Glowe war zur DDR-Zeit Sitz des Senders "Rügen - Radio", dem Sender der DSR - Handelsflotte und der Fischereiflotte. Glowe ist heute ein staatlich anerkannter Erholungsort.

spyker_schloss.jpg Etwa 4 km südöstlich von Glowe am Spyker See liegt der Ortsteil Spyker. Der Ort wurde im Jahr 1318 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Zu jener Zeit gehörte das Gut der Stralsunder Kaufmanns- familie von Külpen. Die schwedische Königin Christine belehnte 1649 ihren Feldmarschall Carl Gustav Wrangel mit dem Gut Spyker. Wrangel wurde später Generalgouverneur von Schwedisch - Pommern und ließ 1650 die vorhandene Burg zu einem Renaissanceschloss umbauen. Schon damals bekam das Gebäude den Falunroten Anstrich. Während der Besetzung Rügens durch die napoleonischen Truppen 1806/1807 war Schloss Spyker Sitz des französischen Gouverneurs von Rügen. Im Jahr 1817 gelangte Gut und Schloss Spyker in den Besitz des Fürsten Wilhelm Malte I. zu Putbus. Nach Kriegsende 1945 wurde das Gut mit der Bodenreform neu verteilt. Dem Schloss drohte vorübergehend der Verfall. In den 1960ziger Jahren wurde das Schloss aber saniert und ein Gewerkschaftserholungsheim des FDGB eingerichtet. Nach der politischen Wende beherbergte der älteste Profanbau Rügens ein Hotel. Seit der Zwangsversteigerung im Jahr 2006 gibt es einen neuen Besitzer. Schloss Spyker soll auch weiterhin als Hotel, Restaurant sowie als Kulturzentrum öffentlich zugänglich bleiben.