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Der Ort Putbus - vorgestellt im Peene-Portal

 

Putbus im PEENE-PORTAL

putbus_vonoben.jpg Die "weiße Rosenstadt" Putbus liegt etwa 8 km südöstlich von Bergen. Der Ortsteil Lauterbach liegt direkt an der Ostsee.
Der Ort wurde erstmals im Jahr 1286 urkundlich erwähnt. Lange Zeit war der Ort Stammsitz einer slawischen Adels- familie. Bis zur Auflösung des Fürsten- tums im Jahr 1325 waren die Herren von Putbus mit den regierenden Rügenfürsten gleichgestellt. Ihr Stammsitz war ein Haus das im 15. Jahrhundert zu einem gotischen Schloss erweitert wurde. Am Anfang des 17. Jahrhunderts wurde dieses Schloss in eine Dreiflügelanlage umgebaut. Ab 1648 bis 1815 gehörte Putbus wie ganz Rügen zum schwedischen Herrschaftsgebiet. In Putbus residierten aber nach wie vor die Putbuser Fürsten.

putbus_malte.jpg Im Jahr 1810 gründete Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus seine Residenzstadt. Damit entstand in der unmittelbaren Umgebung der Schlossanlage die "weiße Stadt" Putbus. Viele der klassizistischen Bauten aus dieser Zeit, wie das Theater und andere Gebäude am "Circus" sind noch heute erhalten und prägen das Stadtbild. In einem Wald in der Nähe der Stadt wurde 1816 das Badehaus Goor errichtet. Daraus entwickelte sich später die Siedlung Lauterbach, benannt nach der Gemahlin des Fürsten. Ein Grund weshalb Putbus heute als ältestes Seebad auf Rügen gilt. Auch die Schlossanlage wurde im klassizistischen Stil umgebaut. Im ebenfalls umgestalteten Schlosspark kamen neue Gebäude wie der Marstall, die Orangerie, ein Affenhaus, eine Fasanerie und eine Schlosskirche hinzu. Im Jahr 1889 wurde die Bahnstrecke Bergen - Putbus eröffnet und die Stadt erhielt einen Bahnhof. Die Schmalspurstrecke "Rasender Roland" nach Göhren kam ab 1895 hinzu. Der letzte Besitzer von Putbus war Malte Ludolph Franz Eugen von Putbus. Schon vor dem Machantritt der Nationalsozialisten verkehrte er mit einigen Nazigrößen wie z. B. Hermann Göring und war seit 1932 auch Mitglied der NSDAP. Mit Beginn des 2. Weltkrieges nahm er zunehmend eine kritische Haltung zu den Nazis ein. Besonders kritisierte er die Judenverfolgung. Nach dem Attentat auf Hitler am 21. Juli 1944 wurde Malte Ludolph, der mit am Attentat beteiligten Offizieren wie Beck und Fromm verkehrte, verhaftet und in das KZ Sachsenhausen gesperrt. Dort starb er im Februar 1945 unter nie ganz geklärten Umständen.

putbus_orangerie.jpg Ab 1944 richtete die Wehrmacht im Schloss einen Fliegergeneralstab ein. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges gab es bis etwa 1955 Pläne das geplünderde und baufällig gewordene Schloss zu sanieren. Die Pläne wurden aber später aufgegeben und das alte Schloss 1962 gesprengt und das Gelände 1962 schließlich eingeebnet. Nur noch die Seeterrasse blieb übrig und zeigt heute den einstigen Standort des Schlosses. Lauterbach und auch Putbus entwickelten sich in der DDR zu einem beliebten Urlaubsziel. Das Badehaus Goor wurde zum Bergarbeitererholungsheim. Der 1901 gebaute kleine Fischereihafen wurde zum wichtigen Anleger für die Verbindung zur Insel Vilm, auf der ab 1959 ein Urlaubsdomizil des Ministerrates der DDR eingerichtet wurde. Heute gehört die Insel Vilm zum Biosphärenreservat Südost-Rügen und ist nur sehr beschränkt öffentlich zugänglich. Am Schlosspark befindet sich ein großes Gehege mit Rot- und Damwild.



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