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Der Ort Löcknitz - vorgestellt im Peene-Portal

 

Löcknitz im PEENE-PORTAL

loecknitz_vonoben.jpg Der Ort Löcknitz liegt etwa 16 km südöstlich von Pasewalk an der B104 und dem Fluss Randow.
Die erste offizielle urkundliche Erwäh- nung von "Lokenitz" stammt aus dem Jahr 1212. Der Ort mit dem slawischen Ursprung ist aber älter und gehörte wohl auch schon seit der Gründung des Bistums Cammin im Jahr 1175 zu den Tafelgütern des Bischofs. Die Siedlung entstand an einer Furt der Randow und wurde mit einer Burg gesichert. Durch die Lage an der Randow, der Grenze zwischen Brandenburg und Pommern, wurde Löcknitz in allen Kriegen der vergangenen Jahrhunderte hart umkämpft. Mal gehörte der Ort zu Pommern dann wieder zu Brandenburg. Der Besetzung durch kaiserliche Truppen folgte die Besetzung durch schwedische Truppen. Seit 1479 stellte die Familie Schulenburg den Amtmann des Amtes Löcknitz. Sie ließ im Jahr 1557 neben der Burg ein Schloss errichten. Das hinderte den brandenburgischen Kurfürsten nicht daran Löcknitz in eine Staatsdomäne zu verwandeln. Im Jahr 1685 verlor die Familie von Schulenburg nach langem Rechtsstreit alle Ansprüche auf ihr Schloss. Auch in den kriegerischen Auseinandersetzungen des 17. und 18. Jahrhunderts zwischen Brandenburg und Schweden war die Festung Löcknitz immer wieder Ziel oder Ausgangspunkt von Feldzügen beider Parteien. Erst als 1720 das gesamte südliche Vorpommern preußisch wurde kamen etwas ruhigere Zeiten für Löcknitz. Die Burg wurde aufgegeben und verfiel allmählich. Dennoch hatte der Ort mit seiner Nähe zu Stettin weiter eine strategisch wichtige Lage und wurde immer wieder Aufmarschgebiet durchziehender Heere. Im Jahr 1862 erhielt Löcknitz einen Eisenbahnanschluss samt Bahnhofsgebäude.

loecknitz_burg.jpg Den 1. Weltkrieg erlebte der Ort ohne Kampfhandlungen. Dafür kam es zum Ende des 2. Weltkrieges umso dicker. Die Wehrmacht und die Waffen-SS hatten hier an der Randow mit starken Truppenverbänden eine Verteidigungs- linie aufgebaut. Am 26. April 1945 wurde Löcknitz bombardiert und anschließend unter Artillerie- und Panzerbeschuss genommen. Nachdem sich die deutschen Truppen abgesetzt hatten, besetzten die sowjetischen Truppen am 27. April den Ort. Fast 70 % von Löcknitz wurden in diesen letzten Kriegstagen zerstört. Von der Burg blieben noch Reste die zum Wahrzeichen von Löcknitz wurden. Das Schloss verfiel und wurde 1980 gesprengt. Seit 1997 wurde der historische Ortskern schrittweise saniert. Löcknitz ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung des Naturparks "Stettiner Haff" und weiterer Naturschutzgebiete in der näheren Umgebung. Die Großstadt Szczecin (Stettin) liegt nur 25km von Löcknitz entfernt. Mit dem Beitritt Polens zur Europäischen Union und dem Schengener Abkommen hat sich auch die Einwohnerzahl des Ortes wieder stabilisiert.