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Der Ort Spantekow - vorgestellt im Peene-Portal

 

Spantekow im PEENE-PORTAL

spantekow_festung.jpg Der Ort Spantekow liegt etwa 15 km südwestlich von Anklam am Peene - Süd - Kanal.
Der Name des Ortes deutet auf eine slawische Siedlung hin. Erwähnt wird der Ort erstmals im Jahr 1275. Die Burg "Castrum Spantecowe" allerdings schon im Jahr 1258. Von dieser Burg existieren heute nur noch Reste eines Wehrturms. Die heute noch bestehende bedeutendste Renaissanceburg Norddeutschlands wurde von 1558 bis 1567 unter Ulrich I. von Schwerin erbaut. Verewigt ist der Erbauer nebst seiner Gemahlin auf dem Relief über dem Haupttor. Bis zum 30jährigen Krieg lebte die Familie von Schwerin in der zur Festung ausgebauten Burganlage. Im Jahr 1634 kam die Burg in den Besitz des schwedischen Grafen Erich Steenbock.

spantekow_kirche.jpg Im Schwedisch - Brandenburgischen Krieg wurde Spantekow 1677 von brandenburgischen Truppen erobert. Der brandenburgische Kurfürst Fried- rich Wilhelm ließ die Festung Spantekow schleifen. Seiner Wehranlagen wie Bastionen und Wehrtürme beraubt blieb Burg Spantekow aber weiter als Herrensitz erhalten. Friedrich Wilhelm, inzwischen preußischer König, enteig- nete 1715 Graf Steenbeck wegen Treuebruch und Spantekow wurde 1720 eine Domäne des preußischen Staates. Es folgten viele Jahre mit Prozessen der ehemaligen Besitzerfamilie derer von Schwerin gegen den preußischen Staat um das Gut und die Festung Spantekow. Der Rechtsstreit endete 1833 mit der Rückgabe Spantekows an die Familie von Schwerin. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde die Familie Schwerin 1945 enteignet. Nach der Gründung der DDR wurde im Hauptgebäude der Festung ein Altersheim eingerichtet. In der Festung befand sich ein Museum und die Anlage war begehbar. Mit der politischen Wende kam das Aus für das Altersheim. Nach Jahren des Leerstands erwarb im Jahr 1999 Kaspar Freiherr von Harnier, ein Enkel des letzten Eigentümers vor der Enteignung, die Festung von der Treuhand. Obwohl ein Denkmal ist die Festung seit dem nicht mehr öffentlich zugänglich.

landskron_burgruine.jpg Etwa 10km westlich von Spantekow, in der Nähe des Dorfes Janow, befindet sich die Burgruine Landskron. Schon im Jahr 1183 wird der Ort erstmals erwähnt. Die Burg ließ Ulrich II. von Schwerin, Sohn des Erbauers der Spantekower Festung, von 1576 bis 1579 errichten. Die Burg war von einem Wassergraben umgeben der aus dem großen Landgraben gespeist wurde. Die Familie von Schwerin blieb bis 1651 im Besitz der Burg. Danach gelangte sie an durch Heirat und Vererbung an die Familie von Pentz. Die gab 1683 die Burg auf und zog sich nach Neuendorf zurück. Die Burg verfiel und wurde zum beliebten Ausflugsort. Das führte dazu dass 1852 an der Ostseite der Vorburg ein heute nicht mehr existierender Burgkrug gebaut wurde. Die Anlage ist auch heute noch zugänglich.