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Der Ort Wrangelsburg - vorgestellt im Peene-Portal

 

Wrangelsburg im PEENE-PORTAL

wrangelsburg_schlosssee.jpg Der kleine Ort Wrangelsburg liegt etwa 15 km südöstlich von Greifswald nahe der B109.
In der bewaldeten Umgebung des Ortes zeugt ein mächtiger slawischer Burgwall aus dem 8. - 12. Jahrhundert von der frühen Besiedlung des Gebietes. Der Ort selbst wird erstmals im Jahr 1345 als "Vorwerk" in einer Urkunde erwähnt. Im Jahr 1426 erhielt die adlige Familie von Neuenkirchen das Vorwerk als Lehen. Christoph von Neuenkirchen ließ auf den Resten eines durch Brand zerstörten Vorgängerbaus um 1600 ein Renaissanceschloss errichten. Im 30jährigen Krieg wurde das Schloss zerstört. Der schwedische Generalgouverneur von Schwedisch - Pommern Carl Gustav Wrangel ließ auf den Resten des nun schon verfallenen Schlosses im Jahr 1652 sein Barockschloss errichten. Im Jahr 1653 erhielt der Ort seinen heutigen Namen "Wrangelsburg". Am südlichen Ufer des Sees wurde ein Park mit Pavillons und Skulpturen angelegt. Der Schlossbesitzer selbst hielt sich nur wenige Jahre in Wrangelsburg auf. Auch die nachfolgenden Besitzer nutzten das Schloss kaum. Das Schloss verfiel mit der Zeit und wurde 1803 schließlich abgerissen. Auch die im Jahr 1674 erbaute Schlosskirche wurde wieder abgerissen. 1862 erwarb der 3 Jahre später in den Adelsstand erhobene Carl Leopold Homeyer das Gut Wrangelsburg. Um das Jahr 1880 ließ dieser das neue Herrenhaus errichten. Auch einige heute noch existierende und bewohnte Wirtschaftsgebäude stammen aus dieser Zeit.

wrangelsburg_schloss.jpg Letzter Besitzer des Gutes bis zum Ende des 2. Weltkrieges war seit 1923 Karz von Kameke. Zunächst als Quartier von der "Roten Armee" genutzt, befand sich nach dem Ende des 2. Weltkrieges ab 1946 ein Altersheim im Schloss. Bis 1997 diente das einstige Herrenhaus nach- einander als Jugendwerkhof, Pflegeheim und Kinderheim. Seit 1999 wurde das Schlossinnere schrittweise von der Gemeinde saniert. Die zukünftige Nutzung ist wegen der Finanzsituation der Gemeinde ungewiss.
Im ehemaligen Schafstall der Gutsanlage befindet sich heute eine Papiermanufaktur und Norddeutschlands einzige Holzbuchstabenwerkstatt. Hier kann man Kurse buchen und erlernen wie Papier in früheren Zeiten handgeschöpft wurde.