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Der Ort Rechlin - vorgestellt im Peene-Portal

 

Rechlin im PEENE-PORTAL

rechlin_hafen.jpg Der Ort Rechlin liegt direkt am süd- östlichen Ufer der Müritz. Der Müritz-Nationalpark reicht bis in das Gemeindegebiet.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1374. Zu jener Zeit war der Ort im Besitz der Familien von Retzow und von Kerkberg. Die Besitzverhältnisse wechselten bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts und Landwirtschaft und Fischfang bestimmten das Leben in dem kleinen Dorf an der Müritz. Mit der beschaulichen Ruhe war es 1916/17 mit der Entstehung eines Flugplatzes und der Einrichtung einer Lehr- und Prüfanstalt der Heeresfliegergruppe erst einmal vorbei. Mit der Niederlage Deutschlands im ersten Weltkrieg wurden die Anlagen der Prüfanstalt demontiert. Aber schon ab 1925 richtete die Reichswehr heimlich Dienststellen für den Wiederaufbau einer Luftwaffe ein. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde dieser Aufbau forciert. Rechlin wuchs in dieser Zeit durch neue Siedlungen. Dafür verschwanden mit der Erweiterung des Areals der "zentralen Erprobungsstelle der Deutschen Luftwaffe" ganze Ortschaften für immer von der Landkarte. Mehr als 4000 zivile und militärische Angestellte zählte die Erprobungsstelle in der Blütezeit. Getestet wurden hier neue Prototypen an Flugzeugen und anderen Fluggeräten. Etwa 300 Testpiloten ließen dabei ihr Leben. Ab 1943 wurde das Barackenlager des Reichsarbeitsdienstes in Retzow zum Außenlager der KZ Sachsenhausen und Ravensbrück. Schwere Bombenangriffe der Alliierten im August 1944 und zu Kriegsende im April 1945 läuten das Ende der Erprobungsstelle ein. Am 2. April 1945 besetzt die "Rote Armee" Rechlin und unterhält hier bis 1993 einen Garnisonsstandort. Im Jahr 1948 wird nördlich der "Offizierssiedlung" die Rechliner Schiffswerft gegründet. Sie entwickelt sich zum größten Arbeitgeber in der Region. Ab 1956 hat auch die NVA in Rechlin ein Depot.

rechlin_museum.jpg Mit der politischen Wende trifft es Rechlin wieder hart. Einstige Arbeit- geber verschwinden oder überstehen den Strukturwandel nicht. So spielt heute der Tourismus eine bedeutende Rolle. Der alte Hafen wurde zu einem modernen Yachthafen mit ca. 400 Liegeplätzen. Die alte ehemalige Siedlung für die Offiziere der Erpro- bungsstelle und der sowjetischen Garnission ist zu einer ansehnlichen Waldsiedlung geworden. Sehenswert und informativ ist auch das Luftfahrttechnische Museum in Rechlin-Nord.