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Der Ort Pudagla - vorgestellt im Peene-Portal

 

Pudagla im PEENE-PORTAL

pudagla_schloss.jpg Der Ort Pudagla liegt an der B111, etwa 15 km nördlich von der Stadt Usedom auf der gleichnamigen Insel entfernt. Westlich vom Ort befindet sich das Achterwasser, östlich der Schmollensee.
Heute sieht man dem kleinen Dorf nicht an welche politische Bedeutung er einst für die Entwicklung der Insel in längst vergangenen Zeiten hatte. Aber der Reihe nach. Vermutlich bestand hier schon zu slawischen Zeiten eine Siedlung. Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1270. Drei Jahre später schenkt Barnim I. den Ort dem in Grobe bei Usedom befindlichen Kloster. Im Jahr 1309 zog dieses Kloster nach Pudagla um. Kloster Pudagla gehörte zu den reichsten Klöstern der Region, mit viel Landbesitz ausgestattet, eigenen Fischereirechten und einer eigenen unabhängigen Gerichtsbarkeit. Zeitweise war das Kloster auch gleichzeitig Sitz des Bischofs von Pommern. Einige Pommernherzöge wurden in Pudagla bestattet. Mit der Reformation wurde das Kloster 1535 aufgelöst. Pudagla wurde herzogliches Amt. Im Jahr 1574 wurde die ehemalige Abtei des Klosters unter Herzog Ernst Ludwig zum Witwensitz seiner Mutter, der Herzogin Maria von Sachsen umgebaut. Das noch existierende Schloss fällt heute kaum auf. Nur ein Relief erinnert an seine einstige Bestimmung. Vom Kloster selbst sind nur noch Fundamentreste vorhanden, nach dem 1984 die alte Klosterkirche gesprengt wurde. Als die pommerschen Herzöge Ausstarben wurde Pommern mit dem "Westfälischen Frieden" 1648 schwedisches Herrschaftsgebiet. Pudagla wurde Sitz des schwedischen Gouverneurs und gehörte auch noch nach ihrer Abdankung zu den Tafelgütern der schwedischen Königin Christina.

pudagla_bockwindmuehle.jpg Mit der preußischen Inbesitznahme der Insel Usedom im Jahr 1720 wurde aus dem Schloss ein preußischer Verwal- tungssitz. Dieser zog 1824 in das größere Swinemünde um und Pudagla verlor rasch an Bedeutung. In den 1930ziger Jahren wurde das Gut aufgesiedelt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges diente das nach den Zerstörungen vereinfacht wiederaufgebaute Schloss als Gaststätte. Auf den südlich vom Ort gelegenen "Rauhen Berg" richtete die NVA eine Radarstation ein, die auch noch kurze Zeit von der Bundeswehr genutzt wurde. Ganz in der Nähe befindet sich eine restaurierte Bockwindmühle aus dem Jahr 1779 mit einem kleinen regionalen Museum. Auf einer kleinen Landzunge befindet sich der "Glaubensberg" von dem man einen herrlichen Ausblick über den Schmollensee hat.