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Der Ort Torgelow (Uecker) - vorgestellt im Peene-Portal

 

Torgelow (Uecker) im PEENE-PORTAL

torgelow_kirche.jpg Die Stadt Torgelow liegt etwa 13 km südlich von Ueckermünde an der Uecker.
Bereits im Jahr 1270 muss in der Nähe des Ortes eine Burg existiert haben. Der Ort selbst wird im Jahr 1281 erstmals urkundlich erwähnt. Bis zum 15. Jahrhundert war Torgelow die nörd- lichste Grenzbefestigung des Kurfürs- tentums Brandenburg. Ab 1493 gehörte der Ort zum Herzogtum Pommern. Zu jener Zeit teilten sich zwei Adlige den Besitz an Torgelow. Als der eine als Raubritter des Landes verwiesen wurde und die andere Besitzerfamilie ausstarb, wurde der Ort eine fürstliche Domäne. Nach der totalen Zerstörung im 30jährigen Krieg ließ die schwedische Königin Christine den Ort mit Finnen und Livländern neu besiedeln. Ab dem Jahr 1720 nahmen die Preußen das Land Altvorpommern in Besitz. Anfang des 18. Jahrhunderts entdeckte man das Raseneisenerz. Im Jahr 1753 verfügte Friedrich II. von Preußen den Bau des Königlich-Preußischen Eisenhüttenwerkes Torgelow. Damit begann in Torgelow die bis heute andauernde Geschichte der Metallverhütung. Während der Zeit des Nationalsozialismus existierten in und um Torgelow 14 Gießereien. Große Bedeutung für das Wachstum der Stadt hatten die Sprengstoff- und Munitionsfabriken die ab 1935 im Ortsteil Spechtberg und im Müggenburger Forst errichtet wurden.

torgelow_ukranenland.jpg Erst nach Kriegsende 1945 bekam Torgelow das Stadtrecht. Die einzelnen Gießereien wurden zu einem Betrieb zusammengefasst. Diese Gießerei entwi- ckelte sich zum größten Arbeitgeber in der Region und war ein wichtiger Zulieferer für den Schiffsbau. Zusammen mit Eggesin und Viereck wurde Torgelow zu einem der größten NVA - Standorte in der DDR. Der östlich der Stadt gelegene Truppenübungsplatz Jägerbrück wird auch noch heute von der Bundeswehr genutzt, viele Kasernen nicht mehr. Am südlichen Rand der Stadt befindet sich das "Ukranenland", ein 1995 errichtetes Freilichtmuseum, in dem das Leben der Slawen im 9. bis 10. Jahrhundert sehr anschaulich dargestellt wird.