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Der Ort Malchow - vorgestellt im Peene-Portal

 

Malchow im PEENE-PORTAL

malchow_stadt.jpg Die kleine Inselstadt Malchow liegt etwa 23 km westlich von Waren (Müritz) an der B192. Die Stadt ist staatlich anerkannter Luftkurort.
Im Jahr 1147 wurde Malchow als Ort auf einer Insel zwischen den Plauer See und dem Fleesensee erstmals urkundlich erwähnt. Fürst Nikolaus I. von Werle verlieh im Jahr 1235 der Siedlung das Stadtrecht. Im Jahr 1298 siedelte sich das Nonnenkloster Röbel im Dorf Alt-Malchow am Südufer des Malchower Sees an. Ab 1572 wurde das Kloster bis zum Jahr 1923 ein Stift für adlige Damen. Mehrere Brände in der kleinen Stadt auf der Insel führten ab 1721 zur Erweiterung des Stadtgebietes auf das westliche Festland. Bis zur Zerstörung im 30jährigen Krieg war die Insel durch eine hölzerne Brücke mit dem südlichen Festland verbunden. Der heute noch existierende Damm wurde erst 1846 errichtet. Auch die kleinere Holzbrücke zum westlichen Festland wurde nach 1845 durch eine Hubbrücke und 1863 durch eine Drehbrücke ersetzt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Handwerk der Tuchmacherei und Färberei.

malchow_kloster.jpg Nach der Machtergreifung der Nazis errichtete die Dynamit - AG Alfred Nobel & Co 1938 eine Munitionsfabrik in Malchow. Während des 2. Weltkrieges produzierten hier bis zu 10.000 Menschen Rüstungs- güter, darunter viele Kriegsgefangene und Häftlinge aus dem Außenlager Malchow des KZ Ravensbrück.
Nach 1945 entwickelte sich die Stadt Malchow zu einem beliebten Urlauberort. Größere Bedeutung erlangte zur DDR-Zeit die Teppichfabrik Malchow. Heute ist das Gewerbe das Malchow einst zum Manchester Mecklenburgs werden ließ gänzlich aus dem Stadtbild verschwunden. Nach der politischen Wende wurde die Altstadt auf der Insel saniert. Malchow ist heute mit seiner Nähe zum Naturpark Nossentiner / Schwinzer Heide eine der wichtigsten touristischen Zentren der mecklenburgischen Seenplatte. Mit dem 1997 gegründeten Orgelmuseum besitzt Malchow eine einmalige Sehenswürdigkeit in Mecklenburg.