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Der Ort Ulrichshusen - vorgestellt im Peene-Portal

 

Ulrichshusen im PEENE-PORTAL

ulrichshusen_wueste_kirche.jpg Der Ort Ulrichshusen liegt etwa 18 km nördlich von Waren (Müritz) unmittelbar am südlichen Ufer des gleichnamigen Sees.
Die Geschichte des Ortes ist bis heute eng mit der Geschichte der Familie von Maltzan verbunden. Im Jahre 1562 lässt Ulrich von Maltzan auf den Resten einer alten Wasserburg seinen Herrensitz anlegen. Während des 30jährigen Krieges wurde die Wasserburg 1626 erheblich zerstört. Bernd Ludolph von Moltzan baute die Burg wieder auf. Da dieser als Sympathisant Wallensteins galt wurde er des Landes verwiesen. Der schwedische Oberst Carl D. Ruth kam in den Besitz des Gutes. Danach wechselten die Besitzerfamilien häufiger. 1720 kam das Gut wieder in den Besitz der Familie von Moltzahn. Diese verpachteten es zunächst weiter bis sie es 1840 an F.W. Adolph Graf Hahn verkauften. Letzter Besitzer bis 1945 war Friedrich Graf Bassewitz auf Burg Schlitz.

ulrichshusen_schloss.jpg Nach 1945 diente die Burg als Flücht- lingsunterkunft, LPG-Küche und Verkaufs- stelle. 1983 gab es private Versuche die inzwischen leerstehende Anlage vor dem Verfall zu retten. Ein Brand des Haupt- gebäudes in der Sylvesternacht 1986/87 setzte dem ein jähes Ende. Erst Ende 1992 wurde die Ruine von Helmuth und Ala von Maltzahn gekauft und in den folgenden Jahren restauriert. Heute ist der bedeutende Renaissancebau ein Hotel. Im einstigen Marstall befindet sich nach umfangreicher Sanierung ein Restaurant. Eine ehemalige Feldsteinscheune wurde als Konzerthalle umgebaut und eingerichtet. Ulrichshusen ist im Rahmen der sommerlichen Festspiele Mecklenburg - Vorpommerns einer der Hauptspielorte.
Unweit von Ulrichshusen findet man die "wüste Kirche". Um 1240 taucht die Kirche zu Domherrenhagen erstmals auf. Im Jahr 1458 liegt der Ort wüst und wird nicht wieder aufgebaut. Nur die Reste der Kirche sind letzte Zeugen der einstigen Siedlung.