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Der Ort Neustrelitz - vorgestellt im Peene-Portal

 

Neustrelitz im PEENE-PORTAL

neustrelitz_georg.jpg Die ehemalige Residenzstadt Neustrelitz liegt im Süden Mecklenburg - Vorpom- merns, etwa 29 km südwestlich von Neubrandenburg an der B96.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit der bis 1931 selbstständigen Gemeinde Strelitz (Alt-Strelitz) verknüpft. Der Name Strelitz stammt aus dem slawischen. Mit dem Wendenkreuzzug im Jahre 1147 wurde das Land der slawischen Liutizier zwischen den pommerschen, mecklenburgischen und brandenburgischen Herrschern aufge- teilt. Das im Jahr 1278 erstmals erwähnte Dorf Strelitz gehört zu jener Zeit zum Land Stargard. Um dieses Land Stargard wurde zu Beginn des 14 Jahrhunderts zwischen den brandenburgischen und den mecklenburgischen Herrschern heftig gestritten. Beendet wurden diese Auseinandersetzungen 1316 durch den Sieg des mecklenburgischen Herzogs Heinrich "dem Löwen" über die Branden- burgischen Markgrafen in der Schlacht bei Gransee. Mit dem Tod Heinrich des Löwen 1329 beginnt die Teilung des Landes Mecklenburg zwischen seinen Söhnen Albrecht und Johann.

neustrelitz_stadtkirche.jpg Im Jahr 1349 erhielt Strelitz das Stadtrecht und wurde um 1400 herzoglicher Amtssitz. Mit der dritten Herrschaftsteilung 1701 entstehen die beiden Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Weil Neubrandenburg nicht Hauptstadt des neuen Herzogtums sein wollte, bestimmte Albrecht II. seinen bisherigen Wohnsitz Strelitz zur Landesresidenz. Das dafür zum Residenzschloss ausge- baute Schloss in Strelitz brannte 1712 mit allen Nebengebäuden fast komplett nieder. Ein Wiederaufbau scheiterte am Widerstand der Strelitzer Bürger. So gründete Albrecht III. ab 1733 nur wenige Kilometer nördlich von Strelitz seine neue Residenzstadt Neu-Strelitz. Herzog Albrecht III. köderte viele Neusiedler mit Steuer- vergünstigungen und anderen Privilegien. Seine Nachfolger Adolf Friedrich IV. und besonders Großherzog Georg bauten die Residenz weiter aus und vieles der erhaltenen historischen Bausubstanz vermittelt noch heute den klassizistischen und neugotischen Stil jener Zeit. Mit der Aufhebung der Landesteilung 1934 wurde aus den einstigen beiden Großherzogtümern wieder ein Land Mecklenburg und Neu-Strelitz verlor seinen politischen Status. Unter den Nazis wurde aus Neustrelitz ab 1935 eine Garnisionsstadt. Neustrelitz hatte bis 1934 eine große jüdische Gemeinde. Mit der Judenverfolgung im dritten Reich begann auch die Vernichtung der einst von den Großherzögen geförderten jüdischen Kultur in der Stadt. Die 1763 eingeweihte Synagoge in Altstrelitz wurde in der Reichspogromnacht am 10. November 1938 in Brand gesteckt.
Mit den Kampfhandlungen am 29. April 1945 und Brandstiftungen in der folgenden Nacht wurde besonders der Stadtkern von Alt-Strelitz zu großen Teilen zerstört. Auch das einstige Residenzschloss wurde Opfer der Flammen.

neustrelitz_gymnasium.jpg Nach 1945 wurde Neustrelitz bis 1993 ein wichtiger Standort sowjetischen Streit- kräfte. Bis zu 25.000 Soldaten sollen hier stationiert gewesen sein.
Am östlichen Stadtrand entstand die Wohnsiedlung "Kiefernheide" und die Bevölkerung wuchs bis 1989 auf über 27.000 Einwohner. Seit der Wende sinkt die Einwohnerzahl wieder und liegt jetzt unter dem Vorkriegsniveau.
Städtebaulich hat sich seit dem Abzug der sowjetischen Garnision vieles verändert. Die Bemühungen um den Erhalt der noch vorhandenen historischen Substanz haben Neustrelitz gut getan. Die Stadt bietet heute seinen Besuchern und Einwohnern ein interessantes historisches und kulturelles Ambiente.

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