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NATURSCHUTZGEBIETE UM TETEROW

 

Naturschutzgebiete Binsenbrink und Teterower Heidberge

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Die Stadt im geografischen Mittelpunkt des Bundeslandes Mecklenburg Vorpommern hat neben einigen Sehenswürdig- keiten auch in Sachen Natur zwei bedeutende Perlen zu bieten. Gemeint sind die beiden Naturschutzgebiete Heidberge und Binsenbrink am Teterower See. Vielen sind die Heidberge mit Europas schönster Grasrennbahn und der Teterower See mit der Burgwallinsel bekannt. Viele wissen aber auch nicht welche natürlichen Schätze etwas abseits der bekannten Besuchermagneten zu finden sind. Wir stellen hier beide Naturschutzgebiete und ihre Besonderheiten vor.



NSG Teterower Heidberge
heidberge_teterow.jpg Die Heidberge sind stark hervorgehobene Stauchmoränen aus der letzten Eiszeit. Sie bilden Wälle von fast 100m Höhe. Dazwischen liegen Senken die beim Abtauen des Gletschers Wasser sammelten und mit der Zeit vermoorten. Diese "Kesselmoore" sind ohne natürlichen Abfluss. Bedingt durch diese landschaftliche Struktur beschränkte sich die wirtschaftliche Nutzung der Heidberge noch bis zum Ende des 2. Weltkrieges auf die Bewirtschaftung als Huten- und Forstwald durch das Gut Appelhagen. In den Jahren 1977 bis 1989 war ein Großteil der Heidberge als militärisches Übungsgelände gesperrt. Seit 1990 besteht das Naturschutzgebiet und ist über einige Wanderwege wieder öffentlich zugänglich. Der Wald besteht überwiegend aus Rotbuchen sowie Eschen in den feuchteren Bereichen und wirkt auf Grund der geringen forstwirtschaftlichen Nutzung fast wie ein Naturwald. Am nördlichen und östlichen Rand im Bereich der einstigen Hutenwälder bedecken Trockenrasen die Flächen. Neben seltenen Waldpflanzen sind in einigen Kesselmooren auch Moosbeeren oder der Rundblättrige Sonnentau zu finden. Mit 237 nachgewiesen Pilzarten sind die Wälder dennoch kein Mekka für Pilzsammler. Viele davon sind keine Speisepilze oder stehen auf der roten Liste der bedrohten Arten. In den Heidbergen sind etwa 70 Vogelarten heimisch. Neben den großen wie Schrei- und Seeadler, Kranich und Wachtelkönig auch viele kleinere Spechtvögel, wie der Wendehals oder der Grünspecht.

NSG Binsenbrink am Teterower See
teterower_see.jpg Bekannt ist das Ausflugslokal Wendenkrug und der Burgwall der slawischen Zirzipanen auf der gleichnamigen Insel im Teterower See. Das Naturschutzgebiet Binsenbrink umfasst 70ha am westlichen Ufer sowie die Halbinseln Sauerwerder und Schnakenlang. Das Schutzgebiet besteht schon seit 1931 und enthielt bis 1963 auch die Burgwallinsel. Ziel des Schutzgebietes ist insbesondere der Schutz seltener heimischer Brutvögel auf dem Sauerwerder, in den Schilfgürteln und den uferseitigen Bruchwäldern. Die Halbinsel Sauerwerder war früher auch eine Insel und bekam erst mit der Regulierung des Wasserspiegels ab 1860 eine Landverbindung. Motorboote sind auf dem Teterower See nur mit Elektromotoren gestattet. Einzige Ausnahme ist die Barkasse " Regulus", die als Fahrgastschiff zwischen Teterow, der Burgwallinsel und Teschow verkehrt. Breite Schilfgürtel mit Rohrkolben sind ideale Brutplätze vieler Vögel. Im NSG wurden über 60 Brutvogelarten nachgewiesen. Neben Wasservögeln wie Blässhühner und Löffelenten auch solche Raritäten wie Schwarzer Milan oder Bekassinen. Teichrosenfeldern bieten auch dem Fischotter einen geschützten Lebensraum. Ein echter Exot auf den Inseln ist der gefranste Erdstern, ein seltener Pilz der eigentlich sonst ganz andere Bedingungen braucht.