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DIE NATURSCHUTZGEBIETE AM TOLLENSESEE

 

Naturschutzgebiete um den Tollensesee

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Die Landschaft um den südlichen Teil des Tollensesees ist abwechslungsreich und mit einigen bedeutungsvollen Naturschutzgebieten ausgestattet. Dazwischen findet man geschichtsträchtige Orte mit sehenswerten Schlössern und Herrenhäusern wie Hohenzieritz, Alt Rehse oder Prillwitz an der Lieps. Im Westen und Süden grenzt das Gebiet an den Müritz-Nationalpark und im Südosten an den Naturpark Feldberger Seenlandschaft.

lieps.jpg NSG Nonnenhof
Das NSG Nonnenhof um- fasst die Halbinsel Nonnen- hof und die Lieps, ein über Gräben und Kanäle mit der Tollense verbundener See südlich des Tollensesees.
Auf der Halbinsel wird das sagenumwobene slawische Heiligtum Rethra vermutet. Die Lieps ist Vogelschutzgebiet und für jeglichen privaten Bootsverkehr gesperrt. Nur Fahrgastschiffe verkehren auf streng ausgewiesen Routen zwischen dem Tollensesee und Prillwitz.



nonnenbach.jpg NSG Nonnenbachtal
Der Nonnenbach fließt vom Wanzkaer See kommend durch ein 10 - 20m tief in die Endmoräne eingeschnittenes Erosionstal zum Tollensesee. Das Naturschutzgebiet ertstreckt sich von der Unterführung der Bundesstraße B96 bei Usadel bis zur Wanzkaer Mühle und umfasst auch die bewaldeten Talhänge. Durch das Tal führt ein Wanderweg. Seit dem Mittelalter wurden am Nonnenbach einige Wassermühlen betrieben. Die letzte Mühle, eine im 18. Jahrhundert eingerichtete Papiermühle, stellte 1956 ihren Betrieb ein. Im Bach gibt es noch Vorkommen der seltenen Bachneunaugen und von Bachforellen sowie vom Aussterben bedrohte Muschel- und Schneckenarten. Eisvogel und Gebirgsstelze sind im Tal heimisch.

NSG Hellberge
hellberge.jpg Die Hellberge umfassen eine etwa 800m lange Hügelkette, westlich der Bundesstraße B96 und östlich der Ortschaft Wendfeld. Die höchste Erhebung beträgt 90m. Von hier hat man einen weiten Ausblick in das Tollensebecken auf die Lieps, über die Halbinsel Nonnenhof hinweg, bis zum Tollensesee. Die Weidelandschaft ist locker mit Kiefern, Birken und Buschgruppen aus Schlehen und Besenginster bewaldet. Auf den Trockenrasenflächen wachsen seltene Pflanzen wie der "Fünfmännige Spark", den es nur hier gibt. Eine in den Hellbergen entspringende Quelle speist den Caarsee. Findlinge mit beachtlichen Ausmaßen liegen in der Landschaft. Durch das Naturschutzgebiet führen Wanderwege zu den schönsten Aussichtspunkten.

ziemenbach.jpg NSG Ziemenbachtal
Das Naturschutzgebiet Ziemenbachtal erstreckt sich von Sandmühle bis Prillwitz und liegt etwa 1 km südlich von Hohenzieritz. Mehrere Wanderwege führen durch das Gebiet. Während sich im Tal Feuchtwiesen und Erlenbruchwälder befinden, sind die Hügel bewaldet. Auch am Ziemenbach wurden früher Mühlen betrieben und das Grünland noch zu DDR-Zeiten intensiv bewirtschaftet. Im NSG existieren Kolonien von Kormoranen und Graureihern. Im Ziemenbach leben 12 Fischarten, darunter Bachneunauge, Schlammpeitzger und Bachforelle. Auf den Wiesen am Bach findet man verschiedene Kräuter- und Graspflanzen. Auch Eisvögel und Gebirgsstelzen brüten hier.

hohenzieritz.jpg NSG Rosenholz und Zippelower Bachtal
Das Naturschutzgebiet Rosenholz und Zippelower Bachtal liegt nördlich von Hohenzieritz und umfasst die hügeligen Waldgebiete Zippelower Holz und Rosenholz samt Eichsee und den Zippelower Bach (Eichseebach). Auch durch dieses Gebiet führen mehrere Wanderwege. Kegelgräber aus der Steinzeit weisen auf die frühe menschliche Besiedelung dieser Gegend. In den Perlgras-Buchenwälder und Quellmooren leben zahlreicher Vögel darunter Kraniche, Seeadler und Habichte. Im Eichsee wachsen unzählige Gelbe Teichrosen. Das Rosenholz war zu Zeiten der herzoglichen Familie auf Hohenzieritz ein beliebtes Ausflugsziel der Königin Luise.

klein_vielen.jpg NSG Klein Vielener See
Das Naturschutzgebiet umfasst den 98 ha großen und über 2km langen Klein Vielener See sowie die angrenzenden Uferbereiche. Im See befindet sich eine kleine bewaldete Insel. Nördlich vom See erstreckt sich das Waldgebiet Hufenholz. Öffentlich ist das Schutzgebiet nicht zugänglich. Bedeutung hat das NSG vor allem als Brut-, Rast- und Überwinderungsgebiet für zahlreiche Gänse- und Entenvögel sowie den dauerhaft heimischen Fisch- und Seeadlern, Graureihern und Eisvögeln. Entdecken kann man den See westlich der Bundesstraße B193 zwischen Penzlin und Neustrelitz.


kuckssee.jpg NSG Kucksee und Lapitzer See
Das Naturschutzgebiet Kuckssee und Lapitzer See umfasst beide Flachwasserseen, die angrenzenden Erlenbruchwälder sowie das unzugängliche und waldfreie Sumpfgebiet zwischen den Seen bzw. ihren Uferbereichen. Das NSG liegt nördlich von Penzlin in der Nähe der Ortschaft Rahnfelde. Zugänglich ist das Gebiet auch nur von Rahnfelde und vom Kuckucksberg aus. Das öffentlich gesperrte Schutzgebiet hat durch seine breiten Schilfgürtel und unwegsamen Sumpf- und Moorflächen eine herausragende Bedeutung für heimische Brutvögel und als Rast- und Brutplatz zahlreicher Zugvögel.