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DER NATURPARK USEDOM

 

Naturpark Usedom

nsg_usedom

Usedom ist mit seinem Ostsee- strand bei Urlaubern beliebt und bekannt. Kaum eine andere Insel bietet auf so engem Raum eine solche Vielfalt von Landschafts- formen samt Fauna und Flora.

Die NSG im Naturpark

  1. NSG Peenemünder Haken ...
  2. NSG Großer Wotig
  3. NSG Südspitze Gnitz
  4. NSG Insel Görmitz
  5. NSG Steckelsberg
  6. NSG Wockninsee
  7. NSG Halbinsel Cosim
  8. NSG Böhmke/Balmer Werder
  9. NSG Mellenthiner Os
  10. NSG Mümmelkensee
  11. NSG Kleiner Krebssee
  12. NSG Gothensee & Thurbruch
  13. NSG Zerninsee
  14. NSG Golm

strandwall.jpg Landschaft
Usedom bildet gemeinsam mit der östlichen Insel Wollin einen Endmoränenbogen aus der Weichseleiszeit. Der geologische Ursprung der Insel ist durch mächtige Findlinge und Gesteine, die aus Skandinavien und vom Ostseegrund stammen, belegbar. Das Schmelzwasser des Gletschereises hinterließ das heutige Stettiner Haff. Durch darauf folgende Eiszeiten und mehrere Wechsel des Meeresspiegelniveaus entstand die heutige Form der Insel mit den langen feinen Sandstränden im Norden und den Buchten und Halbinseln am Achterwasser und Peenestrom im Südwesten. Auch Sturmfluten veränderten die Küste Usedoms nachhaltig. Zwischen Koserow und Zempin ist die Insel nur 350m breit. Viele der einstigen Niedermoorgebiete wurden vom Menschen über die Jahrhunderte durch Entwässerungsmaßnahmen für die landwirtschaftliche Nutzung erschlossen.

Geschichte
golm.jpg Der Name der Insel geht auf die einstige slawische Siedlung Usedom zurück. In den folgenden Jahrhunderten war die Insel oft Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen europäischer Mächte. Im 18. Jahrhundert kam die Insel zu Preußen. 1764 entstand an der Swinemündung die Stadt Swinemünde und die Swine wurde als Kanal ausgebaut weil der Peenestrom mit Peenemünde immer noch unter schwedischer Herrschaft stand. Anfang des 19. Jahrhunderts begann die Zeit der Seebäder und Usedom wurde zur "Badewanne" Berlins. Dafür sorgte auch eine neue Bahnlinie von Ducherow nach Heringsdorf. 1936 entdeckte das Militär die Insel für sich und richtete im Norden der Insel die Heeresversuchsanstalt ein. Auch zur DDR-Zeit war der Norden der Insel militärisches Speergebiet. Aus Villen und Hotels in den Kaiserbädern wurden FDGB Erholungsheime. Auf der Halbinsel Gnitz weisen "Pferdeköpfe" auf die seit 1965 stattfindende Erdölförderung hin.

muemmelkensee.jpg Fauna und Flora
So vielfältig wie die Landschaft im Naturpark ist auch der Artenreichtum an Pflanzen und Tieren. Der Ostseestrand, mit Kiefern bewaldete Dünen, Erlen- und Birkenbruchwälder sowie verschiedenen Moorarten prägen das Landschaftsbild genauso wie das hügelige Hinterland mit Buchenwäldern, Wiesen und Heideflächen. Dazu kleine Binnenseen und natürlich die großen Gewässer. Mit über 280 nachgewiesenen Vogelarten gehört Usedom zu den vogelreichsten Inseln Deutschlands. Neben 11 Greifvogelarten sind auch etwa 120 Brutvogelarten hier heimisch. Der Fischotter hat auf der Insel eine gesicherte Existens. Andere Tiere wie Steinmarder und Rotfuchs brauchen bedingt durch die Insellage weniger als anderswo einwandernde Konkurrenz befürchten. Im Naturpark ist auch die nur noch selten vorkommende Glattnatter anzutreffen.

Tourismus
gnitz_usedom.jpg Usedom hat als Urlaubsinsel mit Tradition eine gut ausgebaute Infrastruktur. Zugänge gibt es über die Bundestraßen 110 und 111 bei Anklam und Wolgast. Die Usedomer Bäderbahn verbindet alle Orte an der Ostseeküste und verkehrt bis zum polnischen Swinoujście (Swinemünde). Bei Garz gibt es einen Flugplatz. Hotels und Pensionen sind nicht nur in den Badeorten reichlich vorhanden. Die Campingplätze im Hinterland und am Achterwasser sind bei Naturliebhabern sehr beliebt. Museen und ständige Ausstellungen wie in Peenemünde, Trassenheide oder Pudalga bieten informative Abwechslung. Rad- und Wanderwege führen auch durch die Naturschutzgebiete Usedoms. Mit 42 km hat die Insel den längsten Sandstrand Deuschlands. Gespickt ist dieser mit einigen Seebrücken wie in Ahlbeck, Heringsdorf oder Zinnowitz.