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DER NATURPARK AM STETTINER HAFF

 

Naturpark am Stettiner Haff

naturpark_stettiner_haff

In der DDR wurde für diese Gegend einst folgender Spruch geprägt:
"Ein Sandmeer, ein Waldmeer, ein Meer Soldaten und sonst nichts mehr".
Der aufmerksame und interes- sierte Besucher des Naturparks erlebt die Landschaft aber sicherlich abwechslungsreich und durchaus vielfältig.

Die NSG im Naturpark

  1. NSG Ahlbecker Seegrund
  2. NSG Altwarper Binnendünen
  3. NSG Wildes Moor Borken
  4. NSG Gottesheide
  5. NSG Plöwesches Seebruch
  6. NSG Galenbecker See
  7. NSG Burgwall Rothemühl
  8. NSG Kleppelshagen
  9. NSG Lauenhagener See
  10. NSG Darschkower See
  11. NSG Kleiner Krebssee
  12. NSG Großer Koblentzer See
  13. NSG Waldhof
  14. NSG Gorinsee

kleines_haff.jpg Landschaft
Die Landschaft südlich des Stettiner Haffs ist relativ arm an Hügeln und Erhebungen. Nur an den Rändern der Grundmoräne hat das Gletschereis einige Stauchwälle und Aufschüttungen hinterlassen. Der vom abtauenden Gletscher gespeiste einst riesige Haffsee zog sich durch das Absenken des Meeresspiegels immer mehr nach Norden zurück. Die so entstandene Ueckermünder Heide besteht zumeist aus Sandflächen. An den ehemaligen Abflussrinnen und Toteislöchern bildeten sich Niedermoore und Seen. Die Binnendünen entstanden erst später als "vom Winde verwehte" Sandaufschüttungen. Auch das wirtschaftliche Wirken der Menschen über die Jahrhunderte hat die Landschaft nachhaltig verändert. Ein Musterbeispiel dafür ist der grundlose See bei Ahlbeck. Bis Anfang des 18. Jahrhunderts gab es hier noch eine über 22 km² große Wasserfläche. Im Jahr 1879 war diese vollständig verschwunden.

Geschichte
burgwall_rothemuehl.jpg Die ersten Siedler tauchen nach dem Ende der Eiszeit auf. Ihre Spuren sind in Form von Großsteingräbern besonders im Gebiet der Randow noch heute sichtbar. Später lassen sich in diesem Gebiet slawische Stämme, die Ukranen, nieder. Auch ihre Siedlungsspuren sind als Burgwälle nachweisbar. Mit der deutschen Besiedelung im 12. Jahrhundert beginnt die großflächige Urbarmachung der Region. Lokale Rohstoffvorkommen wie Ton und Raseneisenerz wurden in Ziegeleien und Eisenhütten verarbeitet. Dennoch blieb das Gebiet lange Zeit sehr dünn besiedelt. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Landwirtschaft neben Handwerk und Industrie zum Erwerbszweig ohne jedoch hier eine größere Bedeutung zu erreichen. Trotzdem wurden dafür größere Feuchtgebiete trockengelegt. Die militärische Nutzung von Teilen der Ueckermünder Heide begann schon in der Kaiserzeit und dauert bis heute an. Die Übungsplätze südöstlich von Eggesin gehören nicht zum Naturpark.

ahlbecker_seegrund.jpg Fauna und Flora
Im Norden mehr Kiefernwälder, etwas weiter südlich eher Mischwälder mit Buchen und Eichen, dazwischen die Heideflächen mit Trockenrasen und Wacholder sowie Feuchtzonen mit Bruchwäldern und Wiesen, so präsentiert sich die Ueckermünder Heide. Heidekraut und Heidelbeeren sind genauso anzutreffen wie Orchideen, die ganze Wiesen bedecken. Bedeutend sind auch die Bestände an heimischen Greifvögeln wie See- und Fischadler. Ein besonders scheuer Vertreter der Vogelwelt ist der seltene Wiedehopf. Jedes Jahr kehren viele Zugvögel an ihre angestammten Rastplätze im Naturpark zurück. Biber und Fischotter profitieren von der Ruhe und dem Gewässerreichtum. Einige Wildarten sind hier gut vertreten. Dazu zählen Rot- und Rehwild sowie Hasen. Seltener sind Dachs und Fasan.

Tourismus
binnenduenen_altwarp.jpg Der Naturpark am Stettiner Haff ist vor allem für Ruhe suchende Naturfreunde interessant. Nur unmittelbar am Haff gibt es in der Saison etwas mehr Tourismusverkehr. Auch sind hier mehr Campingplätze und andere Unterkunftsmöglichkeiten vorhanden als im restlichen Naturparkareal. Bis auf die militärischen Sperrgebiete ist der Naturpark öffentlich zugänglich. Ein Ausflug zu den Naturschutzgebieten und Bodendenkmälern ist zu jeder Jahreszeit reizvoll. Touristisch gesehen sind vor allem die mittleren und südlichen Bereiche der Region "Entwicklungsland".