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Peene-Portal

 

DER NATURPARK FLUSSLANDSCHAFT PEENETAL

 

Naturpark Flusslandschaft Peenetal

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Der Naturpark umfasst das Peenetal vom Ausfluss der Peene aus dem Kummerower See bis zur Mündung in den Peenestrom. Die Artenvielfalt in der Peene und ihren breiten Uferzonen ist einmalig in Mecklenburg Vorpommern. Im Naturpark befinden sich ins- gesamt 5 Naturschutzgebiete.

Auswahl NSG im Naturpark

  1. Schwingetal und Peenewiesen
  2. Anklamer Stadtbruch


peene1.jpg Landschaft
Südlich der welligen Grundmoräne entstand das Peenetal zum Ende der letzten Eiszeit als Abflussrinne des östlich gelegenen Haffstausees. Mit dem Anstieg des Meeresspiegels der Ostsee wurden weite Teile des Peenetals dauerhaft überflutet und führten zur Herausbildung des heute größten Niedertorfmoorgebietes in Mitteleuropa. Mit dem Ausbau der Peene als Wasserstrasse und der damit verbundenen Flussbegradigung sowie den über Jahrhunderte währenden Torfabbau, entstand im Peenetal eine Landschaft mit ursprünglichen Seitenarmen, Mooren, Torfstichen und grünen ausgedehnten Peenewiesen. Peenezuflüsse wie die Schwinge bei Trantow haben sich tief in die Grundmoräne eingeschnitten. An der Mündung der Peene in den Peenestrom befinden sich weite Schilfflächen.

peenewiesen.jpg Geschichte
Einige Großsteingräber weisen auf eine frühe Besiedelung durch Menschen hin. Ab dem 6. Jahrhundert bis zur Verdrängung durch deutschstämmige Siedler waren die Slawen hier heimisch. Die expandierenden deutschen Siedlungen forcierten die Rodung großer Waldflächen entlang des Peenetals. Als eine wichtige natürliche Barriere diente die Peene oft als Grenze zwischen den Mächten. Wasserburgen wie in Quilow sind noch verbliebene Zeugen jener Zeit. Mit der Herausbildung der Gutswirtschaften wurde zuhnehmend auch Torf abgebaut und erreichte von der Mitte des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gewaltige Ausmaße. Die Bedeutung der Peene für die wirtschaftliche Entwicklung der Region kann man an den Häfen in Demmin, Loitz, Jarmen und Anklam gut erkennen.

ostseeknabenkraut.jpg Fauna und Flora
Die Artenvielfalt der Peene ist legendär. So wurden für die Peene 37 Fischarten nachgewiesen. Darunter sind die bekannteren Arten wie Hecht, Zander und Wels aber auch selten vorkommende wie Fluss- und Bachneunauge oder Lachs. Reptilien wie Ringelnatter, Kreuzotter und Eidechsen sind im Peenetal genauso anzutreffen wie Biber und Fischotter. Umfangreich und vielfältig ist die Vogelwelt. Es gibt Schrei- und Seeadler, Korn- und Wiesenweihen, den Roten und schwarzen Milan. Dazu viele weitere seltene und vom Aussterben bedrohte Arten. Nutzer der pflanzlichen Artenvielfalt sind vor allem die vielen Insekten die hier ebenfalls sehr artenreich als Käfer, Libellen oder Falter vertreten sind. Von den etwa 740 Pflanzenarten steht rund ein Viertel auf der roten Liste der bedrohten Arten. Nicht alle sind dabei so auffällig blühend wie das Ostseeknabenkraut oder andere Orchideenarten.


anklamer_torfmoor.jpg Tourismus
Die wirtschaftliche Nutzung der Peene als Wasserstraße sowie der natürlichen Resourcen des Naturparks für den Tourismus einerseits und den Naturschutz anderseits sind im Naturpark kein Widerspruch. 2010 erhielt ein Netzwerk aller Intressensgruppen des Naturparks den Europäischen Tourismuspreis "Eden-Award". Besonders für den Bootstorismus sind in den letzten Jahren einige Marinas und Häfen eingerichtet worden. Der Sitz der Naturparkverwaltung befindet sich in Stolpe.