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DER NATURPARK NOSSENTINER ⁄ SCHWINZER HEIDE

 

Naturpark Nossentiner ⁄ Schwinzer Heide

naturpark_nsh_karte.jpg, 68kB

Der Naturpark liegt im Westen der Seenplatte und hat eine Gesamtfläche von 365 km². Geprägt wird der Naturpark durch die etwa 60 Seen und die weiten Wälder die etwa 60% der Gesamtfläche ausmachen.

Die NSG im Naturpark

  1. NSG Damerower Werder
  2. NSG Jellen
  3. NSG Nordufer Plauer See
  4. NSG Krakower Obersee
  5. NSG Paschensee
  6. NSG Dünenkiefernwald
  7. NSG Drewitzer See
  8. NSG Großer u. Kl. Serrahn
  9. NSG Gültzsee
  10. NSG Nordufer Langhagensee
  11. NSG Seenlandschaft Alt Garz
  12. NSG Obere Nebelseen

drewitz_see.jpg Landschaft
Typisch für den Naturpark sind die vielen Seen und weiten Kiefernwälder. Dazwischen liegen große Heideflächen, Moore, Feuchtwiesen und Dünen. Eingebettet in diese Landschaft gibt es relativ wenige kleinere Dörfer. Geformt wurde diese Landschaft durch die letzte Eiszeit und dem jahrhunderte langem Wirken der Menschen. Die Gletscher hinterließen neben den Endmoränen im nördlichen Teil durch das abfließende Gletscherwasser im südlichen Teil massenhaft Kies und Sand, sogenannte Sander. Vom Gletscherwasser ausgespülte Rinnen und vom tauendes Gletschereis geschaffene Hohlräume bilden heute die Bäche, Seen und Moore des Naturparks. Die Sandflächen sind heute meist von Kiefern und Trockenrasen überdeckt.

Geschichte
schwinzer_heide1.jpg Bis ins 13. Jahrhundert hinein siedelten hier slawische Stämme parallel zu den eingewanderten deutschen Siedlern und ihren Ortsgründungen. Die deutschen Siedlungen entstanden Anfang des 13.Jahrhunderts, wie auch die Gründung der Klöster Dobbertin und Malchow. Mit der Herausbildung der Gutswirtschaften nahm der Raubbau an der Natur drastische Ausmaße an. Die reichen Vorkommen an Kreide, Quarzen und anderen Rohstoffen ließen viele Glashütten, Teer- und Kalköfen sowie Ziegeleien entstehen, die für ihren Betrieb viel Holz verbrauchten. Um 1800 waren die natürlichen Ressourcen an Wald fast aufgebraucht und aus der Not heraus entstand eine geregelte Forstwirtschaft und viele Flächen wurden wieder aufgeforstet. Zu DDR - Zeit waren große Teile des Gebietes militärisches Sperrgebiet der sowjetischen Armee. Am Drewitzer See hatte der Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, ein Feriendomizil.

schwinzer_heide2.jpg Fauna und Flora
Die großen und weiten Wald- und Heideflächen, die vielen Seen und Moore sowie die geringe Siedlungsdichte sind idealer Lebensraum vieler seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Die nährstoffarmen klaren Seen bieten dem Fischotter ausreichend Nahrung und so ist er im Naturpark häufig vertreten. Eine besondere Bedeutung hat der Naturpark als europäisches Vogelschutzgebiet. Der Seeadler, der Fischadler und die große Rohrdommel sind nur 3 der insgesamt etwa 140 nachgewiesenen Brutvogelarten. Einige der flachen Seen sind von verschiedenen Armleuchteralgen bevölkert, die sich wie grüne Rasen am Gewässergrund ausgebreitet haben. Zu den in den Gewässern lebenden Fischen zählen neben Karpfen, Aal, Hecht, Barsch und Zander auch die Maräne. Hervorzuheben ist auch das Wisentreservat auf dem Damerower Werder.

Tourismus
woseriner_see.jpg Der Naturpark ist über die Autobahn A19 und die Bundestraßen B103 und B192 gut zu erreichen. Ein ausgedehntes Netz an Rad- und Wanderwegen mit ausgeschilderten Routen führen den Besucher zu den Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten des Parks. Die Informationscenter bieten neben Informationsmaterial auch themtische Veranstaltungen und Führungen an. Campingplätze und Ferienunterkünfte sind vorhanden. Museen, wie das Agroneum in Alt Schwerin oder der Teerofen in Sparow runden das Angebot für Natur- und Kulturinterressierte ab. Viele der Seen haben sehr gut eingerichtete Badestellen.