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DER MÜRITZ-NATIONALPARK

 

Müritz - Nationalpark

mueritznationalpark.jpg, 96kB

Der Müritz-Nationalpark er- streckt sich vom Ostufer der Müritz bis in die Feldberger Seenlandschaft und ist mit einer Größe von 322 km² der größte Nationalpark in der Bundes- republik. Von den 2 Teilgebieten stellen wir hier den Teil Müritz vor.

Große Seen im Nationalpark

  1. Feisnecksee
  2. Rederangsee
  3. Specker See
  4. Hofsee
  5. Priesterbäker See
  6. Woterfitzsee
  7. Zotzensee
  8. Pagelsee
  9. Granziner See
  10. Käbelicksee
  11. Dambecker See
  12. Kramssee
  13. Useriner See
  14. Jäthensee
  15. Krummer See
  16. Großer Labussee


kleiner_zillmannsee.jpg Landschaft
Mit über 70% Wald, etwa 20% Seen- und Moore und ca. 5% Wiesen gibt es im Naturpark kaum landwirtschaftliche Nutzflächen. Die Gletscher der pommerschen Hauptendmoräne spülten beim Abtauen Massen an Kies und Sand nach Süden und der so entstandene karge Boden war für den Ackerbau nicht gerade vorteilhaft. Am nördlichen Rand des Nationalparks verläuft eine Wasserscheide. Die Qelle der Ostpeene bei Kargow führt ihr Wasser Richtung Norden und entwässert in die Ostsee, während die Havelquelle bei Ankershagen das Wasser nach Süden führt. Die zahlreichen Rinnen und "Toteislöcher" bilden heute die über 100 Seen und Sölle dieser Landschaft. Einige Seen im östlichen Bereich waren vor der Elderegulierung Bestandteil der Müritz.

Geschichte
speck_muehlengraben.jpg Hügelgräber besonders im nördlichen und westlichen Teil belegen die schon frühe Besiedlung der Region. Bis in das 12. Jahrhundert hinein siedelten hier wendische Slawen, auf denen auch einige Dorfnamen zurückzuführen sind, wie z.B. Wendorf, Dratow oder Kargow. Auch mit dem Auftauchen der deutschen Siedler blieb der Landstrich über die Jahrhunderte dünn besiedelt. Daran änderte auch eine kurze Periode von der Mitte bis zum Ende des 19. Jahrhundert nichts als die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen ihren Höhepunkt erreichte. Die ersten Bemühungen die Landschaft unter besonderen Schutz zu stellen, begannen in den 1930ziger Jahren. Während der Nazizeit errichtete der Besitzer der regionalen Güter, Dr. Hermann, hier sein besonderes Jagdgebiet ein. Andere Gebietsteile wurde miltärisch genutzt. Das blieb auch nach dem 2.Weltkrieg so. Diesmal jagte der Ministerpräsident Willy Stoph im Gelände und sowjetische Soldaten hielten die Manöver ab. Auch wenn ein Teil des heutigen Naturparks schon ab 1949 unter besonderen Naturschutz gestellt wurde, legte die letzte DDR-Regierung erst 1990 den Grundstein für den Nationalpark.

havelquelle.jpg Fauna & Flora
Wie überall wo der Mensch in die Natur eingreift, hat die militärische und forstwirtschaftliche Nutzung der Landschaft seine Spuren hinterlassen. Dennoch sind besonders am östlichen Ufer der Müritz großflächige Zonen ursprünglicher Natur vorhanden. Viele der meist auf sandigen Grund angelegten weiten Kiefernwäldern liegen zwar in der Kernzone 1 des Nationalparks, werden aber weiterhin intensiv forstwirtschaftlich genutzt. Auch die Jagdausübung im Naturpark erinnert stark an vergangene Zeiten, Geld macht die Sache eben nur unpersönlicher. Unbestrittener König der Wälder des Nationalparks ist denoch der Rothirsch. Seine Rufe sind im Herbst zur Brunftzeit ein Spektakel der besonderen Art. Für die Vogelwelt, wie dem Seeadler ist die Landschaft mit den vielen Seen von herausragender Bedeutung.

Torismus
havel.jpg Im Nationalpark gibt es mehrere Eingangsbereiche mit Informationscentern und Rangerstationen. Auch wenn es gesperrte Bereiche gibt, bleiben genügend Rad und Wanderwege öffentlich zugänglich und ermöglichen weite Einblicke in die Landschaft. Wörtlich kann man das zum Beispiel auf dem Aussichtsturm bei Speck nehmen. Der Turm ist 55m hoch und befindet sich auf dem Käflingsberg, der mit 100m, höchsten Erhebung des Parks. In Klockow kann man mitten im Nationalpark seine Zelte aufschlagen oder in Kratzeburg ein Kanu mieten und auf der "jungen" Havel den Nationalpark "tiefergelegt" erkunden. In der Saison verkehrt der Nationalparkbus und bringt den Besucher zum Ausgangspunkt seiner Wander- oder Radtouren und wieder zurück.

Tipp: Camping im Müritz - Nationalpark