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DER NATIONALPARK JASMUND

 

Nationalpark Jasmund auf Rügen

nationalpark_jasmund

Der Nationalpark Jasmund auf Rügen ist der kleinste National- park Deutschlands. "Klein aber fein" - ausgestattet mit einer einzigartigen Landschaft bietet die Halbinsel Jasmund reizvolle Landschaftsbilder. Ob von der Ostsee oder vom Königsstuhl aus gesehen, die Kreidefelsen sind zum Markenzeichen der Insel Rügen geworden. Bekannt und berühmt ist zum Beispiel das Gemälde der "Wissower Klinken" vom Maler Caspar David Friedrich. Die Wissower Klinken sind auch ein Beispiel für die fortlaufende ständige Veränderung der Land- schaft durch Erosionswirkungen an der Ostseeküste Rügens.

koenigstuhl.jpg Landschaft
Landschaftsprägend für die Insel Rügen war, wie überall im Norden, die letzte Eiszeit. Die Kreidesedimente des alten Weltmeeres wurden durch den Druck der vom Gletscher aufgeschobenen Gesteinsmergel nach oben gewölbt. Die noch heute andauernde Erosion hat über die Jahrtausende hier an der Küste Jasmunds die bizarren Kreidefelsen geformt. Beschleunigt wurde der Erosionsprozess als der Mensch den natürlichen Schutz des Strandes, große Findlinge und Gesteine, entfernte. Sie dienten an anderen Orten als Baumaterial für Hafenbefestigungen. Auch die Kreide ist als Rohstoff begehrt und ist hier auf der Halbinsel Jasmund besonders leicht zugänglich und abbaubar. Mit der Einrichtung des Nationalparks 1990 wird dem Natur- und Landschaftsschutz wieder mehr Aufmerksamkeit gewidmet.

Geschichte
jasmund.jpg Hügelgräber und Burgwälle belegen eine durchgängige Besiedlung des Gebietes seit der Steinzeit. Schon früh wurden große Teile der Wälder Jasmunds gerodet. Mit der Abwanderung des hier beheimateten germanischen Stammes der Rugier eroberte sich der Wald verlorenes Terrain wieder zurück. Mit der Wiederbesiedelung Rügens wurde der Wald fast wieder gänzlich gerodet. Nur für die Stubnitz gab es schon früh Maßnahmen gegen einen unkontrollierten Holzabbau. Schon 1551 wurden Waldwege gesperrt und später überwachten "Waldgrafen" den eingeschränkten Holzeinschlag. In der Zeit schwedischen Herrschaft bis 1815 wurde die Stubnitz als "Kronwald" geschützt. Auch die preußische königiliche Forstverwaltung führte die schonende Waldbewirtschaftung fort. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Kreideabbau das Landschaftsbild drastisch verändert. Erst ab 1926 wurde der Schutz der Landschaft auch bei der Vergabe von Abbaugenehmigungen berücksichtigt.

grenzdammwiese_jasmund.jpg Fauna und Flora
Neben den markanten Kreidefelsen machen vor allem die Rotbuchenwälder und die eingestreuten Wiesen und Moore den besonderen Reiz des Nationalparks Jasmund aus. Einige der den Mooren entspringenden Bäche fließen als Wasserfall über die Kreidefelsen der Küste in die Ostsee. Andere Moore, sogenannte "Kesselmoore" sind ohne Abfluss und von Schwarzerlen umgeben. Im Nationalpark findet man Orchideen wie den Frauenschuh, Wildbirnen, Wildäpfel und die "Salzvegetation" an der nördlichen Küste. Größere Greifvögel sind auf Jasmund selten geworden. In den Kreidefelsen der Küste nisten Mehlschwalben. Zu den Raritäten zählt der in den Bächen vorkommende Alpenstrudelwurm. Ein Tier, das es nur hier im Nationalpark gibt ist mit der Kreideeule eine Tagfalterart. Über 1000 verschiedene Käferarten wurden in der Stubnitz gezählt.

Tourismus
kreidefelsen_jasmund.jpg Für viele Besucher Rügens ist der Blick vom Königsstuhl auf die Ostsee genauso ein Muss wie der Besuch Kap Arkonas oder der Störtebeker - Festspiele in Ralswiek. Von Sassnitz, Lohme, Nipmerow oder Rusewase aus lässt sich der Nationalpark über mehrere Wanderwege gut erkunden. Parkplätze, Informationstafeln und ausgeschilderte Wanderrouten sorgen neben gastronomischen Einrichtungen für einen guten Service. In Gummanz informiert das Kreidemuseum über die Geschichte des Kreideabbaus auf der Halbinsel. Bootsfahrten von Sassnitz aus ermöglichen einen eindrucksvollen Blick auf die weiße Steilküste Rügens. Wie fast überall auf Rügen gibt es auch im Umfeld des Nationalparks Campingplätze, Hotels, Pensionen und andere Unterkunftsmöglichkeiten.